Heinrich Laus Kunst fasziniert

Jägersburg. Im Rahmen der Jägersburger Vorweihnacht präsentierte der Heimat- und Verkehrsverein in der Gustavsburg eine sehenswerte Ausstellung mit Werken des Homburger Künstlers Heinrich Lau. Es war bereits die zweite Retrospektive in diesem Jahr, die dem 1998 gestorbenen Kunstmaler gewidmet war

Jägersburg. Im Rahmen der Jägersburger Vorweihnacht präsentierte der Heimat- und Verkehrsverein in der Gustavsburg eine sehenswerte Ausstellung mit Werken des Homburger Künstlers Heinrich Lau. Es war bereits die zweite Retrospektive in diesem Jahr, die dem 1998 gestorbenen Kunstmaler gewidmet war.

Bereits während des Strandfestes habe man im herrlichen Ambiente der Burg Bilder von Lau gezeigt, erklärte Gustl Altherr, Vorsitzender des Heimat- und Verkehrsvereins Jägersburg, bei der Eröffnung. Stammten die Bilder der ersten Retrospektive allesamt aus Privatbesitz, konnten die ausgestellten Werke zum großen Teil erworben werden.

Altherrs Dank ging an den Homburger Kunsthändler Gerd Steuer, der die Exponate für diese Ausstellung zusammengetragen hatte. In seiner Begrüßung erinnerte Gustl Altherr an seine Begegnung mit einem damals schon hochbetagten, aber geistig und körperlich fitten Künstler, der die 90 bereits überschritten hatte. Er habe Lau als einen bescheidenen Mann erlebt, der begeistert erzählt habe, wie er den beschwerlichen Aufstieg zu Schloss- oder Karlsberg auf sich genommen habe, um Motive zu finden. Lau sei aber auch mit seinen Malutensilien auf dem Klosterberg in Wörschweiler oder beim Schloss Gutenbrunnen unterwegs gewesen, wovon das große Ölbild in dieser Ausstellung zeugte, so Altherr. Darüber hinaus waren in der Ausstellung auch Motive des alten Beeder Turms, der Gustavsburg in Jägersburg oder des Teufelsmoors unweit des Königsbruchs zu sehen. Oftmals habe der Maler vor Ort seine Eindrücke in Skizzen festgehalten und danach im Atelier die Bilder geschaffen. "Im Entwurf, da zeigt sich das Talent, in der Ausführung die Kunst", zitierte Altherr einen Aphorismus von Marie von Ebner-Eschenbach. Die Zeichnungen, Drucke, Aquarelle und Ölgemälde von Heinrich Lau zeugten vor allem von Ruhe, von der Schönheit und der Harmonie in der Natur und zwischen den Menschen, die seine künstlerische Arbeit besonders geprägt hätten, stellte der Vorsitzende des Heimat- und Verkehrsvereins fest. Lau sei der Homburger Stadtmaler, der als Künstler, Schriften- oder Schildermaler viele Spuren hinterlassen habe. Das große Bild, das das Schloss Luisenthal (Gutenbrunnen) zeige, sei "eines der wenigen Ölbilder, die Heinrich Lau gemalt hat", erklärte der Initiator der Ausstellung in der Gustavsburg, Gerd Steuer. Darüber hinaus wies er auf die von Lau entworfenen Briefmarken hin, einem Entwurf für die saarländische Post aus Anlass des 400-jährigen Stadtjubiläums.

Zahlreiche Interessierte nutzten die Vorweihnacht, um sich die außergewöhnlich qualitätsvolle Präsentation von Werken Heinrich Laus in der Gustavsburg anzuschauen. "In der Ausführung zeigt sich

die Kunst."

Gustl Altherr zitiert Marie von Ebner-Eschenbach