Heinrich Böll: Heinrich-Böll-Reihe in Christuskirche und in Stadtkirche

Heinrich Böll : Heinrich-Böll-Reihe in Christuskirche und in Stadtkirche

Viele Schulen tragen seinen Namen, immer noch gehören ein paar seiner Werke zum erweiterten Kanon des Deutschunterrichts, aber es ist still geworden um den Literaturnobelpreisträger von 1972. Nun nimmt sich die Protestantische Kirchengemeinde des Autors an, der im vergangenen Dezember 100 Jahre alt geworden wäre.

Seine Bücher stehen neu aufgelegt in den Buchhandlungen. Hoffentlich werden sie gelesen, denn Heinrich Böll ist aktuell: Er hasste alle Kriegstreiber, kritisierte die Verkommenheit mancher Massenmedien, warnte vor der Fixierung auf Konsum und hielt es für eine „beschissene Entwicklung“, dass nunmehr bloße Prominenz zum Ersatz für Adel geworden sei (anstatt diese ganze Hierarchisierung hinter sich zu lassen). Dies teilte die protestantische Kirchengemeinde in Homburg gegenüber unserer Zeitung mit.

„Ich lebe in dieser Zeit und schreibe für meine Zeit“, sagte Böll. Weil seine Themen auch für heute taugen, gibt es eine Predigtreihe zu dem großen Chronisten des Krieges und der jungen BRD.

Am kommenden Sonntag,  12. August, startet der Dekan des Kirchenbezirks Homburg, Thomas Holtmann, mit „Dr. Murkes gesammeltes Schweigen“, die Homburger Pfarrerin Doris Agne widmet sich am Sonntag, 26. August, einigen seiner Kurzgeschichten in dem Bändchen „Nicht nur zur Weihnachtszeit“ und Pfarrerin Petra Scheidhauer aus Bruchhof-Sanddorf setzt mit „Die verlorene Ehre der Katarina Blum“ am Sonntag, 2. September, den Schlusspunkt, jeweils um 10 Uhr in der Stadtkirche in Homburg und um 11 Uhr in der Christuskirche in Bruchhof-Sanddorf.

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