Gymnasium Johanneum hatte zum Tag der offenen Tür eingeladen

Gymnasium stellte sich vor : Riesiges Interesse am Johanneum

Von Experimenten in der Biologie und der Physik, jeder Menge Infos zur Schule über das Basteln von Weihnachtsdeko bis zu einem Film über eine spektakuläre Aktion der Science-AG: Beim Tag der offenen Tür im Homburger Gymnasium Johanneum wurde viel geboten.

„Wir waren überrascht, wie viele Leute da waren“, sagte Schulleiter Oliver Schales am Ende des Tags der offenen Tür des Johanneum. 250 Tütchen mit Infomaterial seien vorbereitet worden, man habe dann sogar nachlegen müssen. Die Leute seien teilweise von weither gekommen, viele Eltern hätten selbst bereits das Johanneum besucht, so Schales.

Zunächst wurde den Besuchern das neue Farbkonzept des Gymnasiums in einer Präsentation vorgestellt. In der Aula sind bestimmte Flächen in Farben angestrichen worden, die verschiedene Farbwelten des Johanneum darstellen. „Das kann man durchaus auch politisch verstehen, nämlich dass wir eine vielfältige Schule sind“, sagte Schales dazu. Die Lichtshow sollte zudem zeigen, was an Digitalisierung an der Schule schon möglich ist.

Die Aula betrachte man zunehmend auch als Veranstaltungsort. Weil am Johanneum mit seinem bilingualen Zweig so viel Wert auf Französisch gelegt wird, sangen die Sechstklässler den Chanson „Champs-Élysées“ – für die Zehntklässler hätte das noch besser gepasst, denn diese waren letzte Woche in Paris.

Die Digitalisierung spielte auch bei der nachfolgenden Vorführung eine Rolle: Da übernahm ein Roboter ein Stück Lyoner von Schales und brachte es dem Schulhund Bonnie. Der wiederum ist ein wichtiger Mitarbeiter der Schulseelsorge und stand natürlich den ganzen Tag im Mittelpunkt bei den Kindern. Die Grundschüler wurden anschließend von ihren Eltern getrennt und durften sich in der Schulmensa von Johanneums-Schülern informieren lassen. Schales und sein Stellvertreter Andreas Gingrich klärten derweil die Eltern über die Alleinstellungsmerkmale des Gymnasiums auf, zu denen die schon oben erwähnte Möglichkeit gehört, ein bilinguales Abitur abzulegen. Danach wurden die Türen der Klassensäle geöffnet sowie Führungen über das weitläufige Schulgelände angeboten. Das Johanneum ist nämlich eine Campus-Schule mit diversen Nebengebäuden.

Im Hauptgebäude wurde einiges geboten: Von Mitmachexperimenten in der Biologie und der Physik ging es über das Basteln von Weihnachtsdeko bis zu einem Film über die spektakuläre Aktion der Science-AG, die einen Wetterballon bis in die Stratosphäre aufsteigen ließ. Das beeindruckte auch eine Viertklässlerin, deren Freundin schon aufs Johanneum geht. Noch mehr war sie allerdings von einem Experiment der Physik fasziniert: Da wurde nämlich Strom durch eine saure Gurke geleitet. Diese fing dann an zu glühen und sogar ein wenig zu brennen – da blieben viele Münder offen stehen.

Auch dem Viertklässler Benjamin hatte die Schule gut gefallen. Seine Eltern waren ebenfalls begeistert, nachdem sie die Führung mitgemacht und sich die Experimente angeschaut hatten. Die Schule sei sehr gut organisiert, Benjamin werde im nächsten Schuljahr dort hingehen. Das trifft auch auf den Schüler Till Dietz zu, der mit seinem Vater Michael den Tag der offenen Tür besuchte. „Mir hat’s super gefallen“, sagte Till, „am meisten das Experiment im Physikraum. Da wurde ein Plastikstab elektrisch aufgeladen und dann wurde ein Wasserstrahl von dem abgelenkt.“ Vater Michael meinte, die Schule sei vielfältig und zeitgemäß. Sie betreibe die Digitalisierung mit Sinn und Verstand und spreche sich gegen Rassismus aus. „Auch die Nachmittagsbetreuung ist sehr interessant für uns, weil wir berufstätig sind.“ Am Ende versammelten sich noch viele der Besucher zum gemeinsamen Mittagessen in der Schulmensa. Dort erzielten die beiden Fünftklässlerinnen Isabelle und Hannah mit dem Verkauf von Weihnachtsdeko aus der Bastel-AG einen guten Umsatz.