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Gymnasium in Homburg stark in den Fremdsprachen

Kostenpflichtiger Inhalt: Landeserfolg für Gymnasium in Homburg : Mannlich siegt beim Fremdsprachen-Wettbewerb

Die Siegesfeier für die Homburger Schüler nach Berlin muss wegen der Corona-Krise aber ausfallen.

(red/pn) Das Homburger Christian-von-Mannlich-Gymnasium kann erneut einen schönen Erfolg verbuchen. Bereits zum dritten Mal in Folge fahren Schülerinnen und Schüler  den Landessieg im Fremdsprachen-Wettbewerb ein. Doch zum Glück kommt denn auch gleich das Pech dazu. Denn die verdiente Siegerehrung kann wegen der Corona-Krise  nur online stattfinden.

Mit großem Ehrgeiz gingen im Oktober 2019 unter Leitung der Englischlehrerin Catrin Stöck vier Teams des Mannlich-Gymnasiums an den Start, um an die Erfolge ihrer Vorgänger anzuknüpfen, oder noch besser, das Ergebnis im Fremdsprachen-Wettbewerb des Vorjahres noch zu toppen. Die Hürde war hoch gesteckt, denn immerhin hatte ein Team  2019 im Bundesfinale einen herausragenden zweiten Platz belegt, im Jahr 2018 war ein Mannlich-Team sogar Bundessieger geworden. Das diesjährige Finale sollte in Berlin stattfinden. Anlass, sich besonders anzustrengen, und so waren alle vier Teams, die sich ausschließlich aus der Unter- und Mittelstufe rekrutieren und teilweise schon mehrmals an dem Wettbewerb teilgenommen haben, hochmotiviert und entschlossen, einen Sieg zu erringen, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Ab Oktober legten die Schülerinnen und Schüler los, ein „Wettbewerbsvideo“ herzustellen. Was sich aber auf dem Papier relativ einfach anhört, birgt im Detail jede Menge Arbeit. So wurden Geschichten konzipiert, Drehbücher geschrieben, Dekorationen, Requisiten und Kostüme hergestellt, bis im Januar Szene für Szene gedreht werden konnte und vier Filme entstanden, die zusammen mit dem Drehbuch bei der Jury eingereicht wurden.

Die vier Videos beschäftigen sich mit sehr unterschiedlichen Themen. So setzt sich das Team „Wild Chickens“ mit der zum Teil erschütternden Hühnerhaltung auseinander. In dem Film geht es um eine Hühnerfarmbesitzerin, die besonders gemein zu ihren Hühnern ist und zur Strafe kein Kind, sondern ein Huhn bekommt. „BEAT’S Restaurant“ ist ein Film über ein Paar, das nach einem Streit wieder zueinander findet. Produziert wurde dieser Beitrag ausschließlich von Schülerinnen und Schülern der Klassenstufe 6, was man ohne Einschränkung als eine ganz besondere Leistung betrachten darf.

Um Schülerinnen und ihre magischen Tiere ging es in diesem Jahr für die Gruppe „The Thief“, die ein Video produzierte, das gewissermaßen eine Fortsetzung des Vorjahreserfolges darstellt. Auch die Schülerinnen und Schüler aus der Gruppe „Cars R US“ waren in diesem Jahr schon zum zweiten beziehungsweise dritten Mal dabei, dieses Mal mit einem umweltpolitischen Thema. Dem Autohaus „Cars R US“ geht es gut, allerdings macht sich der Besitzer Sorgen, ob es auch in Zukunft so sein wird. Eine Kundin und zwei unerwartete Gäste machen ihm in dieser Situation Mut.

So vielfältig die Themen, so unterschiedlich die Akteure, eines war für alle gleich: das Warten auf die Preisverleihung im Mai im Ministerium in Saarbücken. Doch Corona torpedierte alle diesbezüglichen Pläne: zuerst wurde der interne Filmabend am Mannlich-Gymnasium abgesagt, dann die Preisverleihung im Bildungsministerium in Saarbrücken und schließlich sogar das Finale in Berlin.

Um so spannender und neu war es dann für die Aktiven eine „improvisierte“ Siegerehrung auf Landesebene online zu erleben. Alle Wettbewerbsbeiträge wurden der Reihe nach gezeigt, und zum Schluss wurde mit Trommelwirbel verkündet, dass es für „BEAT’S Restaurant“ einen dritten Preis gab, für „The Thief“ einen tollen zweiten Preis und für die Gruppe „Cars R US“ tatsächlich den ersten Preis auf Landesebene! Die „Wild Chickens“ erhielten für ihre Arbeit eine lobende Anerkennung.

Der Jubel vor den Computerbildschirmen war groß, denn den Teams des Mannlich-Gymnasiums ist damit etwas Einmaliges gelungen: Zum dritten Mal in Folge hat die Schule mit ihrem Beitrag den ersten Platz auf Landesebene erreicht. Catrin Stöck, die verantwortliche Lehrerin und Betreuerin der vier Gruppen, sieht darin eine verdiente Bestätigung des äußerst erfolgreichen Sprachenkonzept der Unesco-Projektschule. Besonderes Lob kommt von ihr für die Aktiven: „So viel Engagement über den normalen Unterricht hinaus – da ist man als Lehrerin natürlich gefordert. Schön ist, wenn es dann sogar zum Landessieg führt.“ Traurig sei, dass wegen Corona das Bundesfinale entfalle  und damit auch die gemeinsame Fahrt nach Berlin.