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Tage des Sehens: Gutes Sehen steht im Blickpunkt

Tage des Sehens : Gutes Sehen steht im Blickpunkt

Bei der „Woche des Sehens“ wird auf die Bedeutung des Augenlichts aufmerksam gemacht. Man sollte seine Augen regelmäßig überprüfen lassen, denn oft ist die Krankheit schon fortgeschritten, bis man etwas merkt.

Jedes Jahr findet im Oktober die „Woche des Sehens“ statt. „Das Ziel im Blick“ ist das Thema der diesjährigen Aufklärungskampagne, die vom 8. bis 15. Oktober bereits zum 16. Mal stattfindet. Die Partner und Veranstalter der Woche des Sehens machen bundesweit mit vielfältigen Aktionen auf die Bedeutung guten Sehvermögens, die Ursachen vermeidbarer Blindheit sowie die Situation blinder und sehbehinderter Menschen in Deutschland und in den Entwicklungsländern aufmerksam. Die Universitäts-Augenklinik des Saarlandes veranstaltet im Rahmen der 16. Woche des Sehens am Donnerstag, 12. Oktober, auf dem Hallplatz in Zweibrücken von 10 bis 15 Uhr eine Informationsveranstaltung für Betroffene und Interessierte.

Am Sonntag, 15. Oktober, findet außerdem der internationale Tag des weißen Stockes statt. An diesem Tag fordern die blinden und sehbehinderten Menschen in Deutschland zu mehr Rücksicht auf. Sie weisen dabei auf die Bedeutung von Bodenleitsystemen hin, die mit dem Stock ertastet werden und im öffentlichen Raum zur Orientierung dienen. Das Motto: „Bitte Weg frei!“

Im Boden verlegte Platten mit Noppen und Rippen haben verschiedene Funktionen: Sie leiten, warnen und stoppen. In Reihe verlegte Platten mit Rippen, sogenannte Leitstreifen, zeigen eine sichere Strecke an. Sie sind auf Bahnsteigen zu finden, natürlich mit ausreichendem Abstand von der Bahnsteigkante. Wer dort sein Gepäck abstellt und so die Leitstreifen blockiert, zwingt blinde und sehbehinderte Menschen zu Umwegen, die gefährlich werden können. Deshalb verteilen die Selbsthilfeorganisationen am 15. Oktober Aktionspostkarten, mit denen die sehenden Mitbürger aufgefordert werden, den „Stockeinsatz“ zu erleichtern. Die Aktion „Bitte Weg frei!“ wird vom Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband gemeinsam mit dem Deutschen Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf organisiert.

Getragen wird die Woche des Sehens von der Christoffel-Blindenmission, dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband, dem Berufsverband der Augenärzte, dem Deutschen Komitee zur Verhütung von Blindheit, der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft, dem Deutschen Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf sowie der Pro retina. Ansprechpartner ist Professor Berthold Seitz, Direktor der Klinik für Augenheilkunde am Universitätsklinikum in Homburg.