Grundschüler in Homburg beim Lesedino dabei

Vorlese-Wettbewerb : Die beste Vorleserin kam aus Kirkel

Insgesamt zehn Grundschulen nahmen am Donnerstag an dem Wettbewerb „Lesedino“ im „Bistro 1680“ in Homburg teil.

Sophie Ressmann von der Grundschule Kirkel-Neuhäusel hieß am Ende des Lesewettbewerbs „Lesedino“ die glückliche Gewinnerin. Mitgemacht hatten zehn Grundschulen aus dem Saarpfalz-Kreis, die jeweils ein Kind aus der vierten Klasse zum Wettbewerb schickten. Dieser fand im „Bistro 1680“ auf dem historischen Marktplatz in Homburg statt.

Die Jury bestand aus der Leiterin der Stadtbibliothek, Andrea Sailer, Kulturamtschefin Susanne Niklas, der Siegerin vom vergangenen Jahr, Doria Igna, dem Kulturbeigeordneten Raimund Konrad sowie einem Mitarbeiter des Kultusministeriums, der nicht in der Zeitung genannt werden wollte. Auf ihn mussten die aufgeregten Kinder und Eltern erstmal eine halbe Stunde warten, ehe es losgehen konnte.

Jeweils drei Minuten aus einem selbst gewählten Buch durften die Kinder dann vortragen. Danach ging es noch mal drei Minuten an die ganz schön anspruchsvolle Lektüre von „Podkin Einhorn“, einem Fantasy-Roman für Kinder mit der Altersempfehlung ab zehn Jahren. Die zehn Kandidaten machten ihre Sache durchweg so gut, dass man sich zumindest um deren Lesekompetenz keine Sorgen machen muss. Obwohl: Andrea Sailer, die auch das Projekt Netzwerk Lesekompetenz initiiert hat, meinte, man wolle mit dem Wettbewerb bewusst die Kinder zum Lesen animieren. Es gäbe eine Studie, die besage, dass bei Kindern die Lesekompetenz zurückgehe, wenn sie längere Zeit nicht lesen. Über den Wettbewerb sagte Sailer, dass ihn die Stadtbibliothek in Zusammenarbeit mit dem Ministerium durchführt. Außerdem wird der Wettbewerb vom Landesverband Saar des Börsenvereins des deutschen Buchhandels unterstützt. Für die Schulen ist es nicht bindend, dass sie mitmachen.

Zum vierten Mal wurde der Regionalentscheid im „Bistro 1680“ veranstaltet, teilgenommen hatten Schulen aus Homburg, Bexbach und Blieskastel. Es wird auch noch ein Kreisentscheid für Sechstklässler durchgeführt. Die Spannung vor der Verkündung der Gewinner war dann so groß, dass man eine Stecknadel hätte fallen hören können. Andererseits: Die Akustik im Bistro war nicht so gut, als dass alle jedes Kind beim Vorlesen hätten verstehen können. Jene mit vor Aufregung leiser Stimme drangen nicht bis in die hinteren Reihen durch.

Homburgs Kulturbeigeordneter Raimund Konrad verlieh zunächst allen, die sich am Lesewettbewerb beteiligt haben, eine Urkunde. Außerdem verteilte der Vertreter des Ministeriums ein Geschenk, natürlich ein Buch, an die zehn Vorlesenden. Auf dem dritten Platz landete Ida Knecht von der Grundschule Breitfurt. Sie hatte aus dem Buch „Emmy und Einschwein“ vorgelesen, das sie geschenkt bekommen hatte. „Den fremden Text zu lesen, war schon ein bisschen schwerer gewesen“, meinte sie. Zweite wurde Louisa Herzog von der Grundschule Kirchberg-Schlossberg in Blieskastel.

Sie hatte sich eine witzige Geschichte aus „Hilfe, die Herdmanns kommen“ ausgesucht. Sophie Ressmann gewann nicht nur den „Lesedino“, sondern auch die Teilnahme am Landesentscheid am 27. Mai in Saarbrücken.

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