Großprojekte müssen noch warten

Steter Tropfen höhlt den Stein. Diese Wahrheit könnte man durchaus auf die Homburger Stadtpolitik anwenden. Doch ob alle Steine ausgehöhlt, sprich alle Projekte umgesetzt werden können, steht Ende des Jahres in den Sternen. Auf dem Enklerplatz gab es 2012 immer noch keinen Spatenstich für die ECE-Einkaufsgalerie. Aber immerhin: Das Gutachter-Verfahren läuft, bis Mitte 2013 weiß man mehr

Steter Tropfen höhlt den Stein. Diese Wahrheit könnte man durchaus auf die Homburger Stadtpolitik anwenden. Doch ob alle Steine ausgehöhlt, sprich alle Projekte umgesetzt werden können, steht Ende des Jahres in den Sternen. Auf dem Enklerplatz gab es 2012 immer noch keinen Spatenstich für die ECE-Einkaufsgalerie. Aber immerhin: Das Gutachter-Verfahren läuft, bis Mitte 2013 weiß man mehr. Positiv wird von den Befürwortern des Innenstadtprojekts gewertet, dass die ECE aus Hamburg, die diese Shoppingmall bauen will, das Verfahren bis zum Ende begleiten möchte. Von einer vorzeitigen Verabschiedung aus Homburg ist also keine Rede. Derweil geht in Teilen der Innenstadt die Diskussion weiter. Der frühere Wirtschaftsminister Georg Weisweiler hat mittlerweile gar eine Initiative "Homburger wollen Mitsprache", kurz HWM, gegründet. Es geht ihm um mehr Transparenz in der Stadtpolitik. ECE ist dabei der größte Dorn im Auge. Aus Reihen der Oppositionsparteien der Grünen und der FFH sowie aus der Initiative "Pro Homburg" und eben der HWM (alle gegen die ECE-Ansiedlung) gibt es nun sogar einen eigenen Oberbürgermeister-Kandidaten für 2014: Marc Piazolo von den Grünen soll antreten. Gegen wen steht noch nicht gänzlich fest, nur die SPD hat mit dem hauptamtlichen Beigeordneten Rüdiger Schneidewind bisher Farbe bekannt. Die CDU sucht noch nach einen geeigneten Kandidaten, Anfang 2013 dürften die Homburger mehr erfahren.Ansonsten sorgten weitere städteplanerische Auftritte in Homburg für Diskussionen. Stichwort: Musikpark. Aus der einstigen Diskothek wurde ein Partytreff. Bands der Region, die nicht in den Saalbau dürfen, können hier auftreten. Da der Umbau die Stadt Geld gekostet hat, was sie nicht hat, wurde das Projekt - wie so manches andere auch - an die Homburger Parkhausgesellschaft (HPS) abgetreten. Das Ganze ohne Stadtratsbeschluss, was die kleinen Parteien wiederum zur Weißglut brachte. OB Schöner räumte ein etwas ungeschicktes Vorgehen ein, an der finanziellen Abwicklung änderte sich nichts. Thema Gesellschaften: Für das geplante Kombibad an der "Hinkelsbix" wurde eigens eine Bädergesellschaft gegründet. Auch dieses Großprojekt - man schätzt die Kosten auf mindestens 18 Millionen Euro - soll nicht den städtischen Haushalt belasten. Allerdings: Bislang ist hier das letzte Wort noch nicht gesprochen. Bislang ist nicht entschieden, welcher Betreiber das das Kombibad umsetzen soll.

Zu den geplanten, aber noch nicht realisierten, hat sich nun ein weiteres Großprojekt hinzugesellt: Das Sportzentrum Erbach soll saniert werden, obwohl dafür eigentlich kein Geld da ist. Deshalb wird es an die - HPS (siehe oben) - verkauft. pn