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Großer Moment für die "Zwischentöne"

Großer Moment für die "Zwischentöne"

Beeden. "Gemeinsam unterwegs im Namen des Vaters und des Sohnes und mit dem heiligen Geist. Gemeinsam unterwegs im Alltag des Lebens im Sinne Jesu ich und du": Ein Auszug aus der ersten Strophe des Mottoliedes "Gemeinsam unterwegs", das von Hans-Josef Daubaris komponiert wurde

 Die Singgruppe "Zwischentöne" aus der Beeder Pfarrei St. Remigius beim Gottesdienst in der Münchner Kirche St. Maximilian. Foto: Zwischentöne/Andreas Huwer
Die Singgruppe "Zwischentöne" aus der Beeder Pfarrei St. Remigius beim Gottesdienst in der Münchner Kirche St. Maximilian. Foto: Zwischentöne/Andreas Huwer

Beeden. "Gemeinsam unterwegs im Namen des Vaters und des Sohnes und mit dem heiligen Geist. Gemeinsam unterwegs im Alltag des Lebens im Sinne Jesu ich und du": Ein Auszug aus der ersten Strophe des Mottoliedes "Gemeinsam unterwegs", das von Hans-Josef Daubaris komponiert wurde. Unter dem Motto "Gemeinsam unterwegs: Viele Wege, ein Ziel" hat das Ensemble "Zwischentöne" aus dem Homburger Stadtteil Beeden in München auf dem 2. Ökumenischen Kirchentag, der vom 12. bis 16. Mai stattfand, einen einstündigen Gottesdienst mit Liedern und Texten gestaltet. Aus über 200 Bewerbern wurden die 14 Sängerinnen und Sänger aus der Beeder Pfarrei St. Remigius ausgewählt. Jetzt haben sie über ihre Erfahrungen, aber auch ihre Erkenntnisse und Pläne für die Zukunft bei einem Redaktionsbesuch mit der SZ gesprochen. In der so genannten Gottesdienstwerkstatt versammelte das gemeinsame Glaubensfest evangelischer und katholischer Christen in München 50 Gottesdienste. "Für uns als relativ neue Gruppe war es einfach interessant, so etwas wie den Kirchentag auszuprobieren und da mitzumachen", erzählt Martina Mair. Die "Zwischentöne" gibt es erst seit rund dreieinhalb Jahren. "Die Idee des Konzeptes war, die Besucher anzuregen, neue Formen ökumenischer Gottesdienste zu entwickeln und diese auch in die eigenen Gemeinden zu transportieren", führt Martina Mair aus. Die Grundlage sei das so genannte Neue Geistliche Lied gewesen, eine Form des Kirchengesangs, der sich seit Mitte der 1960er Jahren entwickelt hat, erläutert Martina Mair. Als Ergänzung zum Chorgesang klassischen Repertoires, um moderne Formen der Interpretation einzubringen: sei es als Rap, Soulstück oder Rock. Fest stehe, so Martina Mair weiter, dass das Neue Geistliche Lied sowohl in der katholischen als auch in der evangelischen Kirche Einzug gehalten hat. Als Komponisten sind beispielsweise Peter Janssens oder Ludger Edelkötter zu nennen. Der Gottesdienst fand in der Kirche St. Maximilian statt, im Münchner Glockenbachviertel unweit des Deutschen Museums. Als Kyrie-Ruf wurde eine deutsche Interpretation des Lieds "We will rock you" gewählt - unter Beibehaltung des originären Rhythmus, der die Besucher zum Mitklatschen animieren sollte: "Wir wollen Euch, wir wollen uns bewegen". Auch hierzu schrieb Hans-Josef Daubaris den deutschen Text. Man habe versucht, den Gedanken der Gemeinsamkeit als roten Faden durch den Gottesdienst zu ziehen, so Daubaris. Die Predigt wurde auch selbst gestaltet, es hatte kein Geistlicher oder Theologe die Gottesdienstleitung inne. "Wir haben das Ganze quasi als Sprechspiel angelegt", erklärt Martina Mair. Täglich seh- und hörbare Werbesprüche und Bibelstellen seien in immer schnellerer Folge gelesen worden. Die Botschaft sollte sein: Was treibt uns an in diesen Tagen, was prägt, beeinflusst unser Leben?"Wir hatten so etwa 80 Besucher in dieser doch recht großen Kirche", erinnert sich Ulla Schmitt-Schäfer. "Es war also ausreichend Hall vorhanden", wirft Hans-Josef Daubaris lachend ein. Normalerweise wirken die neun Sängerinnen und fünf Sänger aus Beeden und Umgebung in Gottesdiensten der Pfarreien St. Remigius Beeden und Maria vom Frieden in Erbach musikalisch mit. "Als wichtigste Erkenntnis, denke ich, nehmen wir mit, dass wir so ein Projekt überhaupt haben stemmen können, das alles so gut funktioniert hat", stellt Ulla Schmitt-Schäfer fest. Besonderen Dank richtet die Gruppe an den Beeder Ortsvertrauensmann Gerhard Wagner, der einen Kleinbusses zur Verfügung gestellte habe. Als Idee für die nächste Zukunft schwebt den Sängern eine Feier des Gottesdienstes in der Münchner Konzeption in Homburg vor, um den ökumenischen Gedanken weiter zu tragen. Aber dazu sollen in nächster Zeit noch Gespräche geführt werden.Wer Kontakt zu den "Zwischentönen" aufnehmen möchte: Hans-Josef Daubaris, Telefon: (0 68 41) 1 87 97 33 .