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Großeinsatz im Christlichen Jugenddorf in Homburg

15 Personen im Krankenhaus : Großeinsatz im Christlichen Jugenddorf in Homburg

Am Montagnachmittag (09.03.2020) klagten Bewohner der Mutter-Kind-Einrichtung im Christlichen Jugenddorf in Homburg über Atemwegsreizungen und einen stechend-beißenden Geruch. Die Vermutung lag nahe, dass ein gasförmiger Schadstoff ausgetreten war.

Eine Geruchsquelle ließ sich nicht ausmachen. Sofort wurde die Feuerwehr alarmiert, die mit dem Großaufgebot des Gefahrstoffzuges Saarpfalz anrückte. Diese Fahrzeuge kommen aus mehreren Kommunen im Bedarfsfall zusammen und können Messungen vornehmen und Chemieeinsätze bewältigen.

Weil mehrere Menschen im Mutter-Kind-Haus über Atemwegsbeschwerden geklagt hatten, gab es auch beim Rettungsdienst einen Großeinsatz. Mehrere Rettungs- und Notarztfahrzeuge kamen in Schwarzenbach zusammen, ein Leitender Notarzt übernahm die Koordination.

Vor Ort stellte die Feuerwehr nach eigenen Angaben fest, dass im Gebäude ein unbekannter Stoff ausgetreten war, konnte ihn aber ebenfalls nicht identifizieren.

Der Rettungsdienst versorgte 15 Personen und brachte alle vorsichtshalber in Kliniken. Dazu wurden mehrere Rettungs- und Krankenwagen eingesetzt. Unter den Betroffenen waren nach Behördenangaben auch sechs Kleinkinder. Die Polizei versucht zu ermitteln, um welchen Gefahrstoff es sich handelt. Ein technischer Defekt im Gebäude wird ausgeschlossen. Die Feuerwehr lüftete die Einrichtung, danach konnten die Räume wieder betreten werden. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand laut Feuerwehr und Polizei nicht.