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Feuerwehr-Großaufgebot
Riesige Rauchsäule steht über Industriegebiet in Homburg

Brand im Industriegebiet in Homburg FOTO: dpa / Becker & Bredel
Homburg. Seit Stunden kämpfen Feuerwehrleute gegen die Flammen in einem Chemieunternehmen. Zurzeit zieht der Rauch Richtung Pfalz ab. Von Christine Maack und Peter Neuheisel

Großfeuer im Homburger Industriegebiet. Kurz nach 15.30 Uhr brach in einer Werkshalle, voraussichtlich hinter der Mainzer Straße, das Feuer aus. Schwarze Rauchwolken stiegen Hunderte von Metern auf. Mehrere Feuerwehren aus dem gesamten Saarpfalz-Kreis, aus Neunkirchen und aus Waldmohr sind über Stunden im Einsatz. Trotz der spektakulären und teils dramatischen Bilder der Rauchentwicklung gab es nach ersten Informationen keine Verletzten.


Leicht brennbares Granulat

Bei dem betroffenen Unternehmen handelt es sich um eine kleine Firma, die vor drei Jahren von Mannheim nach Homburg gezogen ist und dort Kunststoffgranulat herstellt beziehungsweise recycelt. Es handelt sich dabei vorwiegend um Polyurethan, das leicht brennbar ist. Das Feuer war nach ersten Erkenntnissen in einem Container ausgebrochen und griff schnell auf das gesamte Firmengebäude über. Aufgrund der ungewissen Gefahr informierte die Polizei die Anwohner sofort, die Fenster geschlossen zu halten. Außerdem sollten sie die Klima- und Lüftungsanlagen ausschalten. Das galt auch für die angrenzenden Firmen. Um sicher zu gehen, gingen Polizeibeamte durch die umliegenden Straßen und informierten die Bürger persönlich.



Experten ermitteln bereits

Eine Sondereinheit des Landesamtes für Umwelt- und Arbeitsschutz (Lua) wurde sofort von der Homburger Polizei alarmiert, damit alle Beteiligten schnell über die Lage samt Gefahrenstoffe im Bilde waren. Außerdem im Einsatz sind das Technische Hilfswerk (THW), das Rote Kreuz, der Malteser Hilfsdienst sowie mehrere Notarztteams.  Die unmittelbare Nachbarschaft musste evakuiert werden. Es handelte sich dabei um etwa 20 Personen. Trotz der dichten Rauchentwicklung konnte teilweise Entwarnung gegeben werden. Bei den frei gesetzten Stoffen handelte es sich um Kunststoffverbindungen.

Schwierige Lage für die Helfer

Die Feuerwehrleute waren von Beginn an mit schwerem Atemschutz dabei zu verhindern, dass die Flammen auf Nachbargebäude übergreifen. „Wir hatten auch unter anderem damit zu kämpfen, dass durch den Brand die Seitenmauern des Firmengebäude einstürzten“, erklärte ein Feuermann. Auch zwei Stunden nach Ausbruch war das Feuer nicht vollständig unter Kontrolle. Wehrführer Peter Nashan von der Homburger Feuerwehr sagte, dass kurz vor 18 Uhr seine Leute immer noch nicht ins Gebäude hineinkamen.

Rauch zieht nach Kaiserslautern ab

Der Rauch sei für die umliegenden Orte kein großes Problem, weil der Qualm quasi senkrecht in den Himmel ziehe. Allerdings sei es schwierig, weil die Säule Richtung Kaiserslautern abziehe und dort heruntergehe. Deswegen müsse dort gemessen werden, ob eine Gesundheitsgefahr entsteht.

Bürgertelefon der Feuerwehr: (0 68 41) 9 24 11 50.

Brand im Industriegebiet in Homburg FOTO: dpa / Becker & Bredel