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Großbaustelle in Limbach mit Einfluss auf den Verkehr im Ostsaarland

Straßenbaumaßnahmen : Die nächste Großbaustelle steht vor der Tür

Anfang Mai startet die Straßenbehörde mit der Sanierung der Windschnorr in Limbach. Das könnte für die betroffenen Autofahrer abenteuerlich werden.

Noch laufen die Arbeiten an der Großbaustelle in der Homburger Richard-Wagner-Straße. Die ist eine wichtigen Route für den privaten und gewerblichen Straßenverkehr – nicht nur für die Kreisstadt, sondern den Osten des Saarlandes. Ende April soll die Straße saniert sein. Bisher laufen die Arbeiten in Plan (wir berichteten). Nur wenig später, ab dem 6. Mai, soll es dann in Sachen Großbaustelle allerdings schon weitergehen.

Ab dann will der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) an einem der wichtigsten Zubringer von den Autobahnen A 8 und A 6 in Richtung Homburg arbeiten, der Straße L 119/„Auf der Windschnorr“ in Limbach, im Volksmund die „Kaiserstraße“ (wir berichteten). Laut LfS fahren darüber im Schnitt 18 700 Fahrzeuge täglich. Die Baumaßnahme erstreckt sich nach aktuellen Planungen über sieben Wochen und über vier Bauabschnitte. Für den Durchgangsverkehr von und nach Homburg dürften dabei vor allem der erste Bauabschnitt und damit die ersten zwei bis drei Wochen die schwierigsten sein. Denn: Dann steht die Vollsperrung des Kreisels der L 119 am Ortseingang Limbach sowie von Teilen der Straße „Auf der Windschnorr“ in diesem Bereich an. Damit wird für einen relevanten Zeitraum eine der meistbefahreren Straßen in der Region gekappt. Für die Autofahrer bedeutet dies: Wer Staus auf den Nahbereichs-Umleitungen vermeiden will, der muss entweder von und nach Homburg über den Autobahnanschluss Homburg/Bexbach und dann auf die B 423 ausweichen oder seinen Weg über Einöd zum dortigen Autobahnanschluss an die A 8 wählen. Eine weitere Umfahrung führt von und nach Homburg über Beeden und die Zweibrücker Straße in Limbach.

Wer über die L 119 über nicht offizielle Umleitungen durch Limbach auf die Autobahn möchte, der sollte sich auf kräftige Verkehrsbeeinträchtigungen einstellen. Zwar kann man aus Richtung Homburg vor dem Limbacher Kreisel über die Homburger Straße in Altstadt auf die parallel verlaufende Route „Ortsstraße Altstadt“ und „Hauptstraße Limbach“ ausweichen und so zum Beispiel den A 8-Anschluss „Kohlhof“ anfahren oder die Baustelle über die Bahnbrücke an der West-Umgehung (Casar-Werk) umgehen – doch dürften diese Routen der befürchteten stark ansteigenden Verkehrslast kaum gewachsen sein. Die Gemeinde selbst hat dem LfS vor dem Hintergrund dieser zu erwartetenden „Schleichweg-Lösungen“ Vorschläge zur Verkehrsregelung für die Straßen gemacht, auf denen Kirkel selbst nicht zuständig ist: Ein Halteverbot in der Homburger Straße und der Ortsstraße in Altstadt, eine abknickende Vorfahrt im Bereich Orts- und Homburger Straße sowie Halteverbote in Bereichen der Limbacher Hauptstraße/L 114. Dazu kommen seitens der Gemeinde Einschränkungen des ruhenden Verkehrs in den erwarteten, innerörtlichen Ausweichrouten, so der Straße „Zum Schwimmbad“, im Bereich der Anlieferung des Casar-Werkes, in der Bahnhof- und der Gartenstraße. Die Befürchtung in der Gemeinde, es könne phasenweise zu einem Verkehrskollaps in Limbach kommen, scheint nicht unbegründet, gibt es eben doch einige „Schleichwege“ im Ort, die eine Umfahrung der Sperrung auf der Straße „Auf der Windschnorr“ auch abseits der offiziellen Umleitungsstrecken möglich machen – für starken Verkehr aber nicht ausgelegt sind.

Von den drei weiteren Bauabschnitten, die Sanierungen im Bereich der Limbacher Ost-Umgehung (L 222) und der Hauptstraße (L 114) vorsehen, wird vor allem der innerörtliche Verkehr in Limbach und Altstadt sowie der Durchfahrtsverkehr in Richtung A 8/Autobahnauffahrt „Neunkirchen-Kohlhof“ betroffen sein. Alle drei Straßen – L 114, L 119, L 222 – sind seit mindestens 15 Jahren nicht saniert worden, sagt LfS-Sprecher Klaus Kosok und verdeutlicht, dass alle Zeitangaben zu den Bauphasen noch nicht definitiv festgeschrieben seien. Erst in der kommenden Woche könne man nach einer „letzten Lagebesprechung“ mit dem beauftragten Unternehmen alle Arbeiten konkret terminieren. Aber auch danach gelte es, Unwägbarkeiten im zeitlichen Verlauf der Baustelle einzukalkulieren. Zu den Arbeiten selbst sagte Kosok, dass im ersten Baufenster, den Arbeiten am Kreisel, dieser grundhaft saniert werde. Bei den einzelnen Straßenabschnitten hingegen gehe es nur um den Austausch der Aspahltdecke.

Was viele umtreibt: Kann es zu einer Überschneidung der Baustelle in der Homburger Richard-Wagner-Straße und den Arbeiten an der Straße „Auf der Windschnorr“ kommen? Das wäre für die Verkehrslage der Kreisstadt und der Region wohl keine vorteilhafte Situation. Dazu Klaus Kosok: „Die Arbeiten an der Richard-Wagner-Straße werden wie geplant Ende April beendet sein, es wird also keine Überschneidungen der Baustellen geben.“

www.saarland.de/landesbetrieb_strassenbau.htm