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Apostelkirche: Gotteshaus erstrahlt in neuen Farben

Apostelkirche : Gotteshaus erstrahlt in neuen Farben

Die Renovierungsarbeiten in der protestantischen Apostelkirche in Einöd sind abgeschlossen.

Vor 41 Jahren wurde die protestantische Apostelkirche in Einöd zum letzten Mal renoviert. Da war es einfach mal wieder an der Zeit für einen frischen Innenanstrich. Außerdem wurden die Elektroinstallation und die Lichtanlage erneuert. Dass das in der relativ kurzen Zeit von Anfang Januar bis jetzt durchgeführt werden konnte, war der glücklichen Fügung geschuldet, dass die Arbeiter sowohl zügig voranschritten als auch keine bösen Überraschungen auftraten. Auch halfen viele Freiwillige beim Aus- und Wiedereinräumen der Stühle.

Während die Kirche gesperrt war, fanden die Gottesdienste im Kindergarten statt. Eine unliebsame Überraschung hätte es dennoch fast gegeben, denn Pfarrerin Heide Salm und ihrer Gemeinde war nicht bekannt, dass die Apostelkirche unter Denkmalschutz steht. Ralf Gaul, Baudirektor der Evangelischen Kirche der Pfalz, zu der die Gemeinde Einöd-Ingweiler gehört, hatte im Zuge der Genehmigungsverfahren darauf hingewiesen. Doch dann hatte das Landesdenkmalamt keine Einwände gegen die Farbauswahl, die das Presbyterium getroffen hatte. Genaue Zahlen der Kosten der Renovierung konnte Pfarrerin Heide Salm noch nicht nennen: „Es bewegt sich in einem Verhältnis von 40 000 bis allerhöchstens 50 000 Euro.“ Die Malerarbeiten hätten 34 000 Euro gekostet. Stolze 14 000 Euro konnten durch Spenden von Mitgliedern der Kirchengemeinde gewonnen werden. Deshalb hing beim Gottesdienst zur Wiedereröffnung ein großes Transparent mit „Herzlichen Dank für alle Spender“ an der Treppe zum Eingang der Kirche. Der Gottesdienst, zu dem etwa 80 Leute gekommen waren, stand dann nicht nur im Zeichen der frisch gestrichenen Wände, sondern auch der aktuellen Konfirmanden. Diese spielten beispielsweise einen Sketch, bei dem ein Radioreporter junge Leute befragt, ob sie an Gott glauben.

Die Orgel musste übrigens während der Renovierung zum großen Teil abgebaut, der Rest staubfrei verpackt werden. Überwiegend sei die Resonanz positiv auf die neu bemalten Wände gewesen, sagte Heide Salm. Einige bedauerten es, dass der aufgemalte Dornenkranz hinter dem Altarkreuz nun verschwunden sei. Ihren Dank richtete die Pfarrerin an die Helfern und die beiden Hausmeister der Gemeinde und an Judith Schuberth, stellvertretende Vorsitzende im Presbyterium, die die Bauleitung innehatte.