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Gotteshaus erstrahlt in neuem Glanz

Gotteshaus erstrahlt in neuem Glanz

In Bruchhof/Sanddorf freuen sich die knapp 1000 Protestanten und ihre Pfarrerin Petra Scheidhauer auf ihr neues Gotteshaus. Umfangreiche Sanierungs- und Umbauarbeiten, die vor einem Jahr begannen, sind nun abgeschlossen. Am Sonntag wird das Gotteshaus feierlich wieder eröffnet.

Wenn man sich mit Petra Scheidhauer, der Pfarrerin von Bruchhof-Sanddorf, über ihre Christuskirche unterhält, schwingt auch immer Fröhlichkeit, Freude und und auch jede Menge Stolz mit. Kein Wunder: Denn das, was die dortigen Protestanten seit Monaten geleistet hatten, verdient Lob und Anerkennung. "Nach über einem Jahr Umbauzeit ist nun unsere Christuskirche endlich fertig", sagt denn auch Pfarrerin Scheidhauer. Am kommenden Sonntag, 12. Juli, um 11 Uhr, sei die Gemeinde herzlich zu einem ersten Gottesdienst mit Dekan Thomas Holtmann eingeladen. Ein Gottesdienst für alle Helfer und Handwerker findet am Sonntag, 26. Juli, ebenfalls um 11 Uhr, statt. Die Pfarrerin gerät beim Gespräch ins Schwärmen: "Das Presbyterium freut sich, dass die fertige Kirche so schön geworden ist. Zwar gab es immer wieder aktualisierte Pläne, Modelle und virtuelle Computeransichten zur Veranschaulichung, aber es ist doch etwas ganz anderes, wenn man im realen Raum steht und feststellt, dass alles wohl gelungen ist. Der Fußboden nimmt die Farben der Buntglasfenster auf, die nun, durch die Drehung des Raumes, in der Sichtachse liegen. Die neuen Stühle ordnen sich in ihrer Schlichtheit dem Raumgefüge unter. Die wieder freigelegte Seitentür lässt neue Durchblicke zu. Es ist ein heller und behaglicher Raum." Die Idee stamme von einem Studenten der TU Kaiserslautern. Das Architekturbüro bayer|uhrig übernahm die Bauleitung, was sich als glückliche Fügung erwies. Sämtliche Arbeiten wurden von Firmen aus der Region ausgeführt. Scheidhauer: "Alles verlief reibungslos."

Ihren Anfang nahmen Umbau- und Sanierung der Christuskirche bereits im Jahr 2009. Die protestantische Landeskirche der Pfalz in Speyer (dazu gehört auch Bruchhof/Sanddorf) forderte die Gemeinden auf, ihren Gebäudebestand kritisch zu überprüfen; das Presbyterium errechnete, dass Kirche und Wichernheim auf Dauer nicht zu finanzieren sind; erste Überlegungen zur Gebäudereduktion. Scheidhauer: "Als wir vage begannen, über einen Umbau nachzudenken, riefen viele empört: Unsere schöne Kirche! Sie soll so bleiben, wie sie immer war! Dabei war sie schon lange nicht mehr in ihrem Urzustand. Denn wenn man die Bilder von der Einweihung 1928 mit denen aus den letzten Jahren vergleicht, sieht man, dass sie sich sehr stark verändert hat - jedenfalls was den Altarraum betrifft, da ist der Raum nach der Entfernung des Presbytergestühls und der Ausmalung spürbar aus dem Lot geraten." Und sie fügt an: "Was auch immer unangenehm war: kein WC, kein Waschbecken, immer hat es durch die Kellerschächte nach Heizöl gerochen, ganz zu schweigen von den horrenden Heizkosten." Das sei nun endgültig Gott sei Dank vorbei.

Übrigens: Der kirchliche Förderverein stiftete die neuen Stühle für den Kirchenraum und inzwischen wurden 11 "Stuhlpatenschaften" übernommen wurden. Eine Patenschaft kostet 210 Euro.Kosten: (gerundete Zahlen): Roh-/Trockenbau, Dämmung, Putz, Maler, Estrich 105 000 Euro; Fenster, Metallbau 28 000 Euro; Holzbau 106 000 Euro; Heizung, Sanitär, Elektro 60 000 Euro; Fliesenarbeiten 20 000 Euro; Orgel 20 000 Euro; Gerüstebau 4000 Euro. Gesamt: 343 000 Euro (geplant).

So sieht das Gotteshaus der Protestanten in Bruchhof/Sanddorf heute aus. Foto: KG Foto: KG
Pfarrerin Petra Scheidhauer freut sich über die gelungene Kirchenrenovierung. Foto: KG Foto: KG

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Auf einen BlickAm Samstag, 11. Juli, wird die Christuskirche in Bruchhof/Sanddorf ab 10 Uhr wieder eingeräumt. Pfarrerin Petra Scheidhauer sagte am Mittwoch: "Wir brauchen ganz dringend Helfer und Helferinnen."