Mariä Himmelfahrt in Homburg: Gottesdienst, Musik und offene Läden

Mariä Himmelfahrt in Homburg : Gottesdienst, Musik und offene Läden

Am Feiertag Mariä Himmelfahrt startet Homburg zunächst traditionell mit dem Gospel-Gottesdienst unter freiem Himmel. Am Nachmittag betritt der Gewerbeverein Neuland und macht den freien Tag zum Einkaufstag.

Das Saarland hat es gut. Gerade erst sind die großen Ferien zu Ende gegangen. Und viele, nicht nur Schüler, versuchen, wieder in den Alltag zu finden. Da steht nach läppischen drei Schul- und Arbeitstagen schon wieder ein Feiertag an, den das Saarland deutschlandweit fast exklusiv hat. Homburg nun nimmt das nicht nur stillschweigend hin, sondern tischt ab diesem Donnerstag, 15. August, Mariä Himmelfahrt, und dann gleich bis zum Wochenende mächtig auf – auch musikalisch.

Es wurde ein richtiges Paket geschnürt vom schon gewohnten Gottesdienst unter freiem Himmel über das Klassik-Open-Air, den erweiterten Musiksommer bis zum verkaufsoffenen Feiertag, den der Gewerbeverein erstmals testet.

Den Anfang macht am Donnerstagvormittag, 11.30 Uhr, ein ökumenischer Gottesdienst mit dem Elmar-Federkeil-Trio und seinen Gospel-Sängern auf dem historischen Marktplatz in Homburg. Die Besetzung der Formation „Federkeil Music Gospel Power“ kann sich sehen und vor allem hören lassen, heißt es weiter vom Unterstützer-Unternehmen Dr. Theiss Naturwaren. Zwar gab es diese Freiluft-Veranstaltung schon häufiger, allerdings damals in Verbindung mit der Festa Italiana, die mittlerweile nicht mehr gefeiert wird. Zu hören und zu sehen gibt es am Donnerstag viele Musiker aus unterschiedlichen Ländern: Pamela O`Neal aus den USA, Lorenza Maluku (Niederlande), KB Kinsberry und William Russ jr., beide ebenfalls aus den Vereinigten Staaten. Dazu kommt die Band mit Stephan „Funky T“ Thielen am Klavier, Sebastian Flach (Bass) und Elmar Federkeil am Schlagzeug. Gospel Music in Amerika verbindet Glauben und Musik zu einem ganzheitlichen Erlebnis. Die Musik animiert zum Mitsingen und Klatschen, die Songs sind bekannt und die Sänger ziehen die Gläubigen in ihren Bann. So soll es auch in Homburg sein. Der ökumenische Gottesdienst wird von der Interessengemeinschaft Homburger Altstadt veranstaltet. Pfarrer Stefan Seckinger wird den Gottesdienst unter Mitwirkung von Diakon Ulf Claßen und Stadtpfarrerin Petra Scheidhauer halten. Zum Schluss soll erneut der Klassiker „Oh happy day“ angestimmt werden. Die Musik ist das eine, traditionell werden an diesem Tag auch Kräuter gesegnet. Dies wird in Homburg ebenfalls möglich sein, verbunden mit einer guten Sache. Denn: Rosmarinstöckchen und Kräutersträuße werden gegen eine Spende verteilt. Das Geld kommt wiederum einer guten Sache zugute. Wer den Vormittag ausklingen lassen möchte, der könne nach dem Gottesdienst noch an einem gemeinsamen Frühschoppen teilnehmen.

Danach ist aber eben noch lange nicht Schluss in der Homburger Innen- und Altstadt. Der Gewerbeverein Homburg wagt sich nämlich auf Neuland und macht den 15. August kurzerhand zum verkaufsoffenen Festtag. Ab 13 Uhr und bis 18 Uhr werden viele Geschäfte öffnen. Auch für die kleinen Besucher haben die Stadt und der Gewerbeverein Homburg ein Rahmenprogramm zusammengestellt. Auf dem Christian-Weber Platz wird etwa eine Hüpfburg aufgebaut. Dazu gibt es Straßenmusik und verschiedene Street-Food-Angebote. Es ist ein Testballon, der aber Zeit haben soll zu steigen. Nach dem verkaufsoffenen Feiertag, der den offenen Sonntag im Mai ersetzt, werde man Bilanz ziehen, hat Gewerbevereins-Vorsitzende Annette Germann bereits angekündigt. Zugleich warb sie um Geduld: „Man braucht zwei bis drei Erfahrungen. So etwas muss sich erst etablieren.“ Außerdem werden Teile der Fußgängerzone, und zwar der Teil der Eisenbahnstraße zwischen der Sieberstraße bis hin zur Talstraße, in einem symbolischen Festakt um 14 Uhr für den Radverkehr freigegeben.

Am Donnerstagabend ab 20 Uhr kann man sich auf dem Marktplatz dann noch die Generalprobe des Homburger Sinfonie-Orchesters unter der Leitung von Jonathan Kaell für das Klassik-Open-Air-Konzert „Phantastische Reisen“ am Folgetag anhören. „Musiksommer trifft Klassik“ – so lautet das Motto dann am Wochenende in Homburg. Am Freitagabend, 16. August, findet kein Konzert der Reihe „Querbeat“ auf dem historischen Marktplatz statt. Stattdessen wird eben das Homburger Sinfonieorchester unter freiem Himmel in andere musikalische Welten entführen. Gespielt werden Stücke von Alexander Borodin, Johann Strauss, Puccini und anderen.

Es sind noch wenige Restkarten für das Konzert bei der Tourist-Info sowie über Ticket Regional erhältlich, heißt es dazu von der Stadt.

Nach dem Konzert wird die große Bühne auf dem Marktplatz dann wieder abgebaut, damit um 11 Uhr am Samstagmorgen der Jazz-Frühschoppen wie gewohnt stattfinden kann. Die Gruppe „I Liguriani“ wird bis 14 Uhr bei freiem Eintritt mitreißende Melodien liefern.

Zusätzlich zum Jazz-Frühschoppen gibt es am Samstagabend ab 19 Uhr noch ein Extra-Konzert an derselben Stelle mit der Formation „Jazz meets Klassik“. Sie wird mit Jazzvariationen aus Klassik und Latin begeistern. Unter dem Arbeitstitel haben sich Musiker aus den beiden Musikrichtungen zusammengefunden zu einem bemerkenswerten Ensemble. Aus der Jazzmusik stammen Oliver Strauch von der Musikhochschule Saar an den Drums und Rudy Schaaf am Kontrabass, aus dem klassischen Genre kommen der Geigenvirtuose und Konzertmeister des Saarländischen Staatstheaters, Wolfgang Mertes, sowie der Pianist Hemmi Donié.

Am Feiertags-Donnerstag, 15. August, ist, wie die Stadt mitteilt, die Tiefgarage unterhalb des Talzentrums von 12 bis 19 Uhr geöffnet.

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