Golfclub Homburg spendet 1500 Euro

Palliativzentrum : Die Damen schwangen den Schläger für gute Sache

Golfclub Homburg spendete 1500 Euro für das Zentrum für Palliativmedizin und Kinderschmerztherapie in Homburg.

Bei der Palliativversorgung geht es um die Betreuung von Menschen mit lebenslimitierenden Erkrankungen. Nicht Heilung ist das Ziel, sondern eine wirksame Linderung von belastenden Beschwerden, die individuell auf die Wünsche und Bedürfnisse der Patienten und ihrer Angehörigen abgestimmt wird und so die bestmögliche Lebensqualität, Selbstbestimmung und Würde ermöglicht.

Der „Ladies Day“ des Golfclub Homburg konnte nun dieser Tage für die zurückliegende Saison eine Spendensumme von 1500 Euro an Professor Sven Gottschling, den Direktor des Zentrums für Palliativmedizin und Kinderschmerztherapie am Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg, übergeben. Zur Spendenaktion hatte Carmen Becker, Ladies-Captain des Golfclubs  bereits 2018 aufgerufen: Für jedes gespielte Birdie innerhalb der Ladies-Day-Saison sollten fünf Euro gespendet werden, für Menschen, die dringend auf Hilfe angewiesen sind, wie es in der Pressemitteilung des Vereins weiter heißt

Brigitte Graf, Mitglied im Damentag des Golfclub Homburg, hatte schon lange vor Beginn der Saison bekannt gegeben, das sie diese Spendenaktion übernehmen werde. Ihre Entscheidung war es, die Spendensumme dem Kinderpalliativzentrum am Universitätsklinikum des Saarlandes zukommen zu lassen. Im Zeitraum April bis Oktober 2018 wurden während der Ladies-Day-Spieltermine im Golfclub Homburg 86 Birdies gespielt. Brigitte Graf rundete die erspielte Summe auf 500 Euro auf. Der Ladies Day hat diesen Betrag spontan verdoppelt und am Abschlusstag der Damen wurde Ende Oktober noch einmal gesammelt. Am Ende konnten Brigitte Graf und Carmen Becker in Vertretung aller Ladies Day-Mitglieder im Golfclub Homburg, dem Kinderpalliativzentrum unter Leitung von Professor Gottschling einen Scheck über 1500 Euro übergeben.

„Bei unserem Treffen  durften wir die Station besuchen“, berichtet Carmen Becker vom Tag der Scheckübergabe. Sie besteht zurzeit aus neun Zimmern und zwölf Betten. Vor zwei Jahren hat Gottschling dieses europaweit erste und einzige Zentrum gegründet, das Patientinnen und Patienten altersübergreifend behandelt. Gottschling zog die Besucherinnen auch mit seinen Berichten und Erzählungen in seinen Bann, wie es weiter heißt. Der Mediziner hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, schwer kranken Menschen die Schmerzen zu nehmen und ihnen mehr Lebensqualität zu ermöglichen. Letztlich will er den Menschen auch die Angst vorm Sterben nehmen, heißt es weiter.

Am 27. Februar erscheint Professor Sven Gottschlings drittes Buch mit dem Titel „Wer heilt, hat recht – Chancen und Grenzen der Alternativmedizin“. SR 2 präsentiert am 10. März um 9.04 Uhr live aus dem Schlossberg-Hotel in Homburg „Fragen an den Autor“. Eine Premierenlesung findet am 11. März  in der Musikschule in Erbach  statt.

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