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Homburg, Bexbach und Kirkel
Winter hat unsere Region weiter fest im Griff

 Mit Schneeschippen sind auch am Donnerstag wieder viele in den Tag gestartet.
Mit Schneeschippen sind auch am Donnerstag wieder viele in den Tag gestartet. FOTO: dpa-tmn / Uwe Anspach
Homburg/Bexbach/Kirkel. Mit Schneeschippen hat viele Menschen in Homburg, Bexbach und Kirkel den Donnerstag begonnen. Doch auf den Straßen blieb es angesichts der Wetterverhältnisse recht ruhig, sagte die Polizei am Morgen. Von Jürgen Neumann und Ulrike Stumm

Es seien weder Staus noch Verzögerungen durch querstehende Fahrzeuge oder umgefallene Bäume gemeldet worden, wie das andernorts im Saarland der Fall war. Allerdings hatte es in der Nacht zu Donnerstag noch angezogen. Es kam zu Glätteunfällen (wir berichteten kurz) in der Einöder Neunmorgenstraße, als ein Fahrzeug auf ein anderes rutschte, das an einer Ampel stand. Auch in der Homburger Friedrichstraße war es so glatt, dass ein Auto gegen einen parkenden Pkw schlitterte. Am späteren Abend gegen 23 Uhr wurde der Polizei dann ein in der Straße „Am Steinbruch“ in Bexbach quer stehendes Auto gemeldet.


Die Mitarbeiter in den Baubetriebshöfen in Homburg, Bexbach und Kirkel sind in vollem Wintereinsatz. Vor allem die teilweise überfrorenen Straßen in Frankenholz und Höchen bereiteten den Bexbacher Mitarbeitern Probleme. Wie Gerhard Johann, stellvertretender Betriebshof-Chef, erklärte, seien drei Streufahrzeuge und ein Kleintraktor im Einsatz. Hinzu kämen die Fahrzeuge einer Fremdfirma, die in städtischem Auftrag „schon seit vielen Jahren“ unterwegs sind. In der Stadt selbst, in Kleinottweiler und Niederbexbach verliefen die Einsätze reibungslos.

Dagegen gibt es an steilen Straßen in der Gemeinde Kirkel schon größere Probleme, vor allem in Bereich der Kirkeler Burg und angrenzenden Straßen sowie an hoch gelegenen Gehwegen müsse mit großer Vorsicht geräumt und gestreut werden, so Frank Limbach, Leiter des Baubetriebshofs der Gemeinde Kirkel. Auch den höher gelegenen Wohngebieten in Altstadt bereite der Schnee und die überfrorenen Straßen den Mitarbeitern Schwierigkeiten. Oberstes Ziel bleibe bei jedem Einsatz, die Hauptstraßen zu räumen. Eine Zusatzfirma räume zusätzlich die Bushaltestellen und die Zebrastreifen. Ein Unimog und drei Traktoren seien in regelmäßigem Wintereinsatz.



In Homburg wurden, wie Bernhard Reichhart von der Stadt-Pressestelle erklärte, allein in der Nacht zum Donnerstag 100 Tonnen Salz verbraucht. „In unserem Silo lagern noch 700 Tonnen Salz. Wir sind also gut für Eis und Schnee gerüstet.“ Der Einsatz im Baubetriebshof bleibe wie bisher im Wintereinsatz im Zwei-Schicht-Betrieb. Ziel sei es, bei jedem Einsatz die Hauptverkehrsstraßen wie die B 423 „fahrfähig“ zu halten. Die Zufahrten zum Universitätsklinikum haben bei allen Einsätzen oberste Priorität.

In allen drei Baubetriebshöfen heißt es: „Wir sind für den Winter bestens gerüstet.“ Das muss auch in nächster Zeit so bleiben. Denn nach Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes soll es auch in der Nacht zum Freitag wieder schneien, teilweise können die Flocken später in Schneeregen übergehen. Es kann auch zu gefrierendem Regen mit erhöhter Glättegefahr kommen. Dies gelte auch fürs Wochenende. Ein Ende der derzeitigen Wetterlage könne nicht vorhersagt werden.