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Gipfeltreffen der Kaninchenzüchter

Gipfeltreffen der Kaninchenzüchter

Es war ein Treffen auf hohem Niveau: Die besten Kaninchenzüchter aus dem Saarpfalz-Kreis stellten bei der Rassekaninchenschau ihre Zuchttiere aus und wurden mit Bestnoten belohnt. Doch es stehen den Vereinen schwere Zeiten bevor.

Im Wettstreit um die besten Zuchtergebnisse in der Region präsentierten Kaninchenzüchter aus dem Saarpfalz-Kreis am vergangenen Wochenende ihre Tiere bei der 58. Kreiskaninchenschau in der Sporthalle des TuS Wörschweiler . Sie gab den Besuchern einen Einblick in die Vielzahl der Rassen- und Farbenschläge sowie das Hobby Rassenkaninchenzucht. Insgesamt 168 Rassekaninchen aus 29 Rassen- und Farbenschlägen wurden bei dieser Schau vorgeführt und unter der Leitung von Preisrichterobmann Waldemar Meisberger und den Preisrichtern Stefan Rehfeld, Bruno Klopfenstein und Stefan Simon bewertet.

15 Mal habe es die Note "vorzüglich", 45 Mal "hervorragend" und 87 Mal "sehr gut" gegeben, erklärte Friedhelm Kessler, seit zwei Jahren Vorsitzender des Kreisverbandes der Kaninchenzüchter Homburg und Ausstellungsleiter der Kreiskaninchenschau. Schirmherr war Landrat Clemens Lindemann . Die Kreis-Vereinsmeisterschaft sicherte sich der SR 61 Bexbach mit 1929 Punkten vor SR 67 Beeden mit 1914,5 Punkten. Der erste Platz bei der Kreis-Jugendvereinsmeisterschaft ging ebenfalls an den SR 61 Bexbach . Die höchste Züchterleistung mit 388 Punkten erzielte Uta Kessler vor der Zuchtgemeinschaft Kessler und Hans Rainer Rauber mit jeweils 387 Punkten.

Trotz der hohen Bewertungen bedauerte Kessler den immer weniger werdenden Zuspruch zur Ausstellung. Die Zahl der Vereine und Züchter sei "sehr rückläufig", sodass es in einigen Jahren keine Ausstellung mehr geben werde, sieht Kessler schwere Zeiten auf den nur noch aus vier Vereinen bestehenden Kreisverband zukommen. Aufgrund des fehlenden Nachwuchses sehe er die Existenz des Verbandes gefährdet. Der Dank Kesslers ging an den TuS Wörschweiler , der jedes Jahr seine Halle für die Ausstellung zur Verfügung stellt. Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind wies auf die veränderten Lebensweisen hin, die dieses zeitintensive Hobby einschränkten. Er appellierte an die Züchter, nicht den Kopf hängen zu lassen und mehr für ihr Hobby zu werben. Gerade für Kinder sei die Kleintierzucht von nicht zu unterschätzender Bedeutung. Landesverbandsvorsitzender Kunibert Horras bezeichnete die Kreiskaninchenschau als "ein Erntedankfest" für die Aussteller und wies auf den züchterischen Aspekt hin. Das Hobby Kaninchenzucht werde jedoch immer schwieriger, fügte er hinzu. Aus diesem Grund müsse man junge Menschen werben, um die Zucht von Rassekaninchen auch künftig zu betreiben und den Fortbestand der Vereine zu sichern, erklärte Horras: "1200 Vatertiere, 2150 Zuchthäsinnen sowie 12 400 Jungtiere im letzten Jahr stellen eine stolze Tierzahl dar."