Geschwindigkeitstafel in Jägersburg gefordert

Ortsratssitzung : Gedenkfeier zum Volkstrauertag soll im Ort bleiben

Ortsrat Jägersburg spricht sich gegen zentrale Veranstaltung aus. Außerdem: Bremmefeschd wird eventuell vorverlegt.

In der Sitzung des Jägersburger Ortsrates in dieser Woche drehten sich die Diskussionen gleich um eine Vielzahl von Einzelthemen: Die Gestaltung des Volktrauertages, die Aufstellung von Geschwindigkeitsmesstafeln im Ort, der Zustand von Parkplätzen und Wegen im Naherholungsgebiet und auch um die terminliche Konkurrenz-Situation zwischen dem Bremmefeschd der Jägersburger Pfadfindern auf dem Herrgottshübel und dem noch recht neuen Kunsthandwerkermarkt an der Gustavsburg.

In Sachen Volkstrauertag trug Ansgar Hoffmann von der CDU Überlegungen aus einer Besprechung der Homburger Ortsvorsteher und Ortsvertrauensleute vor. Dort hatte man, laut Hoffmann durchaus kontrovers, diskutiert, ob es angesichts immer geringer werdender Teilnehmerzahlen beim Volkstrauertag nicht sinnvoll sei, auf Einzelveranstaltungen in den Ortsteilen zu verzichten und stattdessen eine zentrale Veranstaltungen an von Jahr zu Jahr wechselnden Orten durchzuführen. Dazu war die Meinung im Jägersburger Ortsrat eindeutig und so formuliert von Ortsvorsteher Jürgen Schäfer (SPD): „Hier in Jägersburg haben wir immer mehr Leute, die diese Veranstaltung besuchen, als in den anderen Ortsteilen.“ Folgerichtig konnte man der Idee einer zentralen Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag fraktionsübergreifend nichts abgewinnen. Ebenso ohne Kontroverse einigte man sich darüber, wo in Jägersburg in Zukunft Geschwindigkeitsmesstafeln für mehr Sicherheit sorgen sollen, so unter anderem im Bereich der Höcherstraße an der Kreuzung Websweilerstraße und an der Zufahrt von Waldmohr über die Bahnhofstraße.

Nachdem der Stadtrat in der vergangenen Woche ein Konzept zur Attraktivierung des Naherholungsgebietes im Grundsatz auf den Weg gebracht hatte, fand sich folgerichtig und nicht zum ersten Mal der Zustand der Parkplätze und Wege im Bereich der Weiher auf der Tagesordnung. Hier unterrichtete Jürgen Schäfer darüber, dass in der nächsten Sitzung über die Pläne zur Sanierung des Parkplatzes am Schlossweiher/Gustavsburg informiert werde. „Dann wird vorgestellt, wie der neue Parkplatz aussehen soll. Er wird komplett umgestaltet.“

Einen großen Raum in der Sitzung nahm die entstandene, terminliche Konkurrenz-Situation zwischen dem Bremmefeschd der Pfadfinder und dem Kunsthandwerkermarkt ein. Vertreter der Pfadfinder bemängelten, dass der Markt am seit Jahrzehnten eingeführten Termin ihres Festes stattfinde, dies hätte kürzlich durchaus zu einem Besucherrückgang auf dem Herrgottshübel geführt. Schäfer seinerseits verdeutlichte, dass nur an diesem Wochenende der Markt durchführbar sei. Auch bezweifelte er, dass es bei den Zielgruppen der beiden Veranstaltungen wesentliche Schnittmengen gebe. Am Ende einigte man sich darauf, das Bremmefeschd gegebenfalls um eine Woche nach vorne auf den Termin der wahrscheinlich ausfallenden Kirmes zu legen – oder, bei erneuter Terminüberschneidung, beim Kunsthandwerkermarkt gezielt auf die Veranstaltung auf dem Herrgottshübel hinzuweisen.

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