Generalisten statt Spezialisten

Homburg · Erwartungen der Wirtschaft war ein Thema beim Wirtschaftsgespräch im BBZ. IHK-Präsident Richard Weber wies die Schüler darauf hin, dass es wichtig ist, Fremdsprachen zu beherrschen.

 Schüler aus verschiedenen Schulformen des Homburger Berufsbildungszentrums hatten die Gelegenheit, mit Richard Weber, Rüdiger Schneidewind und Theophil Gallo zu sprechen. Foto: Bernhard Reichhart

Schüler aus verschiedenen Schulformen des Homburger Berufsbildungszentrums hatten die Gelegenheit, mit Richard Weber, Rüdiger Schneidewind und Theophil Gallo zu sprechen. Foto: Bernhard Reichhart

Foto: Bernhard Reichhart

Im Rahmen eines Wirtschaftsgespräches haben sich IHK-Präsident Richard Weber , der künftige Homburg Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind sowie der künftige Landrat Theophil Gallo den Fragen von Schülern aus verschiedenen Schulformen des Homburger Berufsbildungszentrums (BBZ) gestellt (wir berichteten). Im Mittelpunkt: Themen wie Wege zu höheren Schulabschlüssen, Ausbildung, Freizeit, Probleme und Verhalten der Jugendlichen sowie Anforderungsprofil für Arbeitsplätze und Erwartungen der Wirtschaft.

Vorab nutzte der Schulleiter der Paul-Weber-Schule, Christoph Schwarz, die Gelegenheit, den Gästen die größte Schule des Saarlands mit 2400 Schülern, 112 Klassen, 134 Lehrkräften und 15 verschiedenen Schulformen vorzustellen. "Wir haben stetig steigende Schülerzahlen", berichtete Schwarz. Die Vielfalt der Schulformen in den kaufmännischen, sozialen und technischen Bereichen ermöglichten nicht nur eine stufenweise Erhöhung der Abschlüsse, sondern auch einen Wechsel in den oben genannten Bereichen, so Schwarz. IHK-Präsident Weber zeigte sich erstaunt über die "zu vielen Wahlmöglichkeiten" am Berufsbildungszentrum. Dies sei für die Industrie "kontraproduktiv, denn er brauche in Zukunft keine Spezialisten, sondern immer mehr Generalisten", erläuterte Weber das Anforderungsprofil und die Erwartungen der Industrie. Die Schüler hatten sich für das Gespräch mit Weber, Schneidewind und Gallo gut vorbereitet. "Was wollt Ihr später machen? Studium oder Beruf? Was macht Ihr in Eurer Freizeit? Welche Hobbys habt Ihr? Gibt es einen Lehrlingsclub?", wollte IHK-Chef Weber wissen. Und so ging es in dem Gespräch um schulische Angebote, Ausbildung, die Übernahme nach der Ausbildung, aber auch um die Suche nach Lehrstellen. Ein Schüler im dritten Ausbildungsjahr kritisierte, dass er nach Ende seiner Ausbildung trotz Facharbeitermangel jetzt doch nicht übernommen wird. Weber riet den Schülern, "ein Ohr für Sprachen zu haben". Englisch, Französisch und verstärkt Spanisch seien immer mehr gefragt.

Darüber hinaus appellierte er an die Jugendlichen, sich eine slawische Sprache anzueignen, denn "die Industrie zieht es in den Osten". Wie der stellvertretende Schulleiter der Paul-Weber Schule, Christoph Ludwig, mitteilte, werde Spanisch ab dem Schuljahr 2014/15 am BBZ angeboten.

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