1. Saarland
  2. Saarpfalz-Kreis
  3. Homburg

Gemeinsam mit Anderen an einem Ziel arbeiten

Gemeinsam mit Anderen an einem Ziel arbeiten

Homburg. Er ist kein Mann vieler Worte. Aber was Bruder Walter Schürer sagt, hat Anfang und Ende, Sinn und Verstand. Am kommenden Montag feiert der Mann, den die meisten vor allem als rührigen und emsigen Fotografen des Gymnasiums Johanneum in Homburg kennen, sein goldenes Ordensjubiläum, 50 Jahre wird er dann den Hiltruper Missionaren angehören

Homburg. Er ist kein Mann vieler Worte. Aber was Bruder Walter Schürer sagt, hat Anfang und Ende, Sinn und Verstand. Am kommenden Montag feiert der Mann, den die meisten vor allem als rührigen und emsigen Fotografen des Gymnasiums Johanneum in Homburg kennen, sein goldenes Ordensjubiläum, 50 Jahre wird er dann den Hiltruper Missionaren angehören. Schürer ist ein so genannter Laienbruder, sein Weg in den Orden führte nicht über ein theologisches Studium. "Von Hause aus bin ich Handwerker." Ein bisschen Abenteuerlust, der Einfluss der Volksmission der 50er Jahre und auch die Freude daran, zusammen mit anderen in einer Gemeinschaft an einem Ziel zu arbeiten, ließen in ihn vor fünf Jahrzehnten den Entschluss fassen, der Ordensgemeinschaft beizutreten. "Zudem war ich durch mein Elternhaus natürlich auch religiös geprägt." In der Nähe von Aachen, in Bergstadt, wurde Schürer vor fast 70 Jahren geboren, in den fünf Jahrzehnten seines Lebens in der Ordensgemeinschaft hat Bruder Schürer einiges erlebt. Den Anfang seiner Reise bildete Hiltrup selbst. Dort wurde der eigentlich gelernte Maschinenbauzeichner als Gärtner eingesetzt. "Also habe ich eine weitere Lehre als Gärtner absolviert." Bis 1972 pflegte Schürer dort einen großen Gemüsegarten, Gewächshäuser, Anlagen mit Spalierobst. "1972 wurde der Garten aufgegeben. Damit war die Stelle des Gärtners überflüssig. Für die damals noch zahlreicheren Häuser der Ordensgemeinschaft wurde eine Art von 'fliegender Truppe' gegründet." In einem bis unters Dach vollgepackten Caravan ging es dann von Einsatzort zu Einsatzort, von Ordenshaus zu Ordenshaus. "Dort haben wir dann dafür gesorgt, dass alles bewohnbar blieb." Tapezieren, Streichen, Fliesenlegen - Schürer und seine Mitbrüder waren das Mobile Einsatzkommando in Sachen Instandsetzung von Haus und Hof. In dieser Zeit führte Schürer auch der Weg nach Homburg. "Anfang der 70-ger Jahre wuchs das Haus hier deutlich, damit nahm auch die Zahl der Einsätze hier zu. Seit 1979 war ich dann ständig in Homburg." Hier ist Schürer für die Pflege der ordenseigenen Einrichtungen zuständig, zusätzlich unterstützt er den Hausmeister des Johanneums. "Wir ergänzen uns da. Und ab und zu kommt dann mal ein Anruf mit der Bitte, hier oder dort ein Foto zu machen." Und genau dann wird aus dem "Mädchen für alles" Walter Schürer der allseits bekannte Fotograf Schürer. Einen Zweifel an seinem Lebensweg hatte er übrigens nie, wie der versichert. "Man bindet sich, im Guten wie im Schwierigen." thw