Gekündigter Abteilungsleiter arbeitet wieder bei der Stadt Homburg

Stadt Homburg : Abteilungsleiter arbeitet wieder bei der Stadt

Der frühere Abteilungsleiter der Stadt Homburg, dem im Zuge der so genannten Detektiv-affäre fristlos gekündigt wurde, arbeitet wieder in der Stadtverwaltung. Das bestätigte Bürgermeister Michael Forster (CDU) auf Nachfrage unserer Zeitung.

Er sei rund um das Stadtarchiv beschäftigt, allerdings bei geringeren Bezügen.

Dem Betroffenen wurde vor mehr als drei Jahren, nachdem die Detektive rund um den Baubetriebshof recherchiert hatten, unter der Verantwortung vom inzwischen suspendierten Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind (SPD) fristlos gekündigt. Dem Mitarbeiter wurde vorgeworfen, Mitarbeiter des Baubetriebshofes während deren Arbeitszeit zu Privatzwecken eingesetzt zu haben. Die Staatsanwaltschaft hatte jedoch frühzeitig die Ermittlungen gegen den Verdächtigen wegen „Geringfügigkeit“ eingestellt. So landete die Angelegenheit lediglich vor dem Arbeitsgericht. Dort gab es einen weiteren Tiefschlag für die Stadtspitze. Denn das Gericht erkannte die fristlose Kündigung nicht an (wir berichteten). Vielmehr schlug es im Frühjahr 2019 dann einen Vergleich vor, der wie folgt aussah: Umwandlung der fristlosen in eine „ordentliche“ Kündigung, dazu eine Einmal-Zahlung im unteren fünfstelligen Bereich. Der Stadtrat stimmte diesem Vergleich mehrheitlich aber nicht zu und drängte auf eine Wiedereinstellung, also eine Weiterbeschäftigung des früheren Mitarbeiters bei der Stadt – allerdings an anderer Stelle und mit gekürztem Gehalt.

Dem Wunsch des Rates wurde inzwischen entsprochen. Der Mitarbeiter darf sich als in großen Teilen rehabilitiert ansehen.

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