Fußballtradition seit 100 Jahren

Homburg. Mit einem Kommers beendete der FC 08 Homburg am vergangenen Samstagabend die offiziellen Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen des Vereins

Homburg. Mit einem Kommers beendete der FC 08 Homburg am vergangenen Samstagabend die offiziellen Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen des Vereins. Über das ganze zurückliegende Jahr hinweg hatte der Homburger Traditions-Fußballclub mit zahlreichen Veranstaltungen sein Jubiläum gefeiert, der Festakt in der Aula des Christlichen Jugenddorfes in Schwarzenbach am vergangenen Wochenende bildete den Höhepunkt des Festjahres. Der erste Vorsitzende des Vereins, Herbert Eder, konnte sich über mehr als 300 Gäste freuen, darunter einige Prominente. So hatten es sich die parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Astrid Klug, Saar-Innenminister Klaus Meiser, der Präsident des saarländischen Fußballverbandes, Franz Josef Schumann, Oberbürgermeister Karlheinz Schöner und Landrat Clemens Lindemann nicht nehmen lassen, der Feier beizuwohnen. Auch zahlreiche aktuelle und ehemalige Spieler des Traditions-Vereins, darunter Ex-Bundesligaprofi Uwe Freiler, hatten den Weg nach Schwarzenbach gefunden. In seiner Festrede blickte Homburgs Alt-Oberbürgermeister Reiner Ulmcke auf die wechselvolle Geschichte des Vereins zurück. Im Mittelpunkt der Erinnerung an die Berg- und Talfahrt des FC Homburg: die großen Erfolge im DFB-Pokal in den 70ern und 80ern mit dem großen Sieg gegen Bayern München 1977, der erste Aufstieg in die Bundesliga 1986, die Insolvenz und der Abstieg in die Regionalliga Ende der 90er Jahre. "Drei Jahre Bundesliga und acht Jahre Zweite Liga sind für eine Mittelstadt wie Homburg eine erstaunliche Bilanz. Viele haben diese Erfolge schon vergessen - und so mancher kann sie bis heute nicht glauben." Auch Franz Josef Schumann, der Präsident des saarländischen Fußballverbandes, zollte dem Homburger Verein in einem kurzen Grußwort Respekt und zeichnete ihn für sein nun 100-jähriges Bestehen aus. Am Rande der Veranstaltung, die mit der Band Melodies, einer Büttenrede von Heike Albrecht, der Leiterin des Homburger Mädchenateliers, einem Auftritt von Witzbold Adolf Müller, dem Debüt der beiden Jungkomiker Marcel Zimmermann und Florian Krenn vom Saarpfalz-Gymnasium und Alice Hoffmann launig besetzt war, fand Landrat Clemens Lindemann deutliche Worte zur Zukunft des Vereins. "Der Verein ist das Aushängeschild Homburgs gewesen und hat uns republikweit bekannt gemacht. Um solche Erfolge wie den Aufstieg in die Bundesliga zu wiederholen, braucht man entsprechende Sponsoren. Da aber im Saarland der 1. FC Saarbrücken wie ein Staubsauger alles wegsaugt, bleibt die Frage, ob das, was übrig bleibt, reicht." So bleibe eine interessante Jugendarbeit, um Talente zu binden. Auch Homburgs Oberbürgermeister Karlheinz Schöner setzte die Jugendarbeit des Vereins in den Mittelpunkt seines Grußwortes, als er dem FC Homburg für die ehrenamtliche Arbeit der vergangenen Jahrzehnte dankte.

Auf einen BlickFür ihre langjährige Vereinszugehörigkeit zum FC 08 Homburg wurden geehrt: Hans Werner Becker, Werner Beringer, Alex Fess, Günter Frank, Alfred Großklos, Horst Henrich, Berthold Kihm, Dieter Knicker, Fridolin Matheis, Gerhard Schneider, Anton Siepker, Herbert Staudt, Reiner Ulmcke, Karl-Heinz Weber, Volker Weis. thw