Für Sicherheit auf zwei Rädern

Am Ende waren fast alle stolz, Fahrrad fahren gelernt zu haben: In der Homburger Jugendverkehrsschule haben Frauen aus Eritrea, Äthiopien, Syrien und dem Iran einen von Kibiss organisierten Kurs absolviert.

In der Jugendverkehrsschule Homburg waren diesmal nicht Kinder die Hauptakteure, sondern Frauen mit Migrationshintergrund . Das Projekt Kinder-Bildung-Sprache-Sozialisation (Kibiss) von der Arbeit-Qualifizierung im Saarpfalz-Kreis, der Aquis, organisierte in Zusammenarbeit mit Verkehrssicherheitsberater Robert Schmitt wieder einen Fahrradlernkurs.

Die Frauen konnten in ihrer Heimat Eritrea, Äthiopien, Syrien oder dem Iran das Fahrradfahren nicht erlernen und nutzten gerne das Angebot, heißt es in der Pressemitteilung der Kreisverwaltung. Zu Kursbeginn wurden Gleichgewichtsübungen absolviert. Dann kam das Fahren mit Rollern, das bei den meisten auf Anhieb klappte. Anschließend übten sie mit Laufrädern. Erst danach kam das Fahrrad an die Reihe. Einige Frauen schafften es tatsächlich, am ersten Tag das Fahrrad zu handhaben und die Balance zu halten. Diese Frauen konnten auf dem Gelände Verkehrsregeln als Fahrradfahrerin üben.

Am Ende des Kurses hatten fast alle Frauen das Fahrradfahren gelernt. Eine Frau kam aus Thailand und konnte zwar Fahrradfahren, aber ist den Linksverkehr gewöhnt. Sie bekam spezielle Aufgaben, um das Fahren im Rechtsverkehr zu lernen.

Trotz einiger Muskelschmerzen und Schweißausbrüchen wegen der hochsommerlichen Temperaturen waren am Ende des Kurses alle stolz auf ihre Erfolge und wollen auf jeden Fall beim Verkehrssicherheitstraining im September wieder dabei sein. Die Mitarbeiterinnen des Projektes Kibiss informierten, dass ein Antrag beim deutschen olympischen Sportbund bewilligt und somit die Inspektion der im Projekt vorhandenen Fahrräder durchgeführt werden konnte.