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Führung über den Klosterberg von Wörschweiler

Führung : So lebten die Mönche auf dem Klosterberg von Wörschweiler

Gewiss, der Weg hinauf zu den Ruinen des ehemaligen Klosters Wörschweiler auf dem Buchenberg ist etwas beschwerlich. Mehr als ein Kilometer geht es den Hang hinauf. Aber an den Ruinen angekommen, hat man einen schönen Blick auf das Umland.

Und die Ruinen erinnern ein eine Geschichte, die über 500 Jahre dauerte. Über 500 Jahre lebten Mönche im Kloster Wörschweiler, das 1131 Graf Friedrich von Saarwerden gestiftet wurde.

Am Samstag, 21. September, wird Stadtführer Hans-Jürgen Bechert ein drittes Mal in diesem Jahr Besucher über die ehemalige Anlage führen. Das Schwerpunkt seiner Führung liegt dabei auf dem Leben der Mönche, wie es in der Pressemitteilung heißt. Wie sah ihr Alltag aus? Mit welchen Sorgen und Problemen mussten sie sich auseinandersetzen? Was unterschied das Kloster von anderen Klöstern? Und wie sah überhaupt die Geschichte des Klosters aus? Dabei gibt es viel zu berichten über die täglichen Stundengebete und die vielfältigen Arbeiten der Mönche, über die Äbte des Klosters und das Zusammenleben der Mönche im Kloster. Die Bedeutng der Äbte soll bei dieser dritten Führung eine besondere Rolle spielen. Ebenso das Verhältnis des Kloster zu den Schutzherren.

1131 wurde die erste Klosterkirche geweiht. Benediktiner aus dem nahen Kloster Hornbach lebten fortan im Kloster. Doch schon 40 Jahre später wurde das Kloster an die Zisterzienser übergeben.

Nun begann eine echte Erfolgsgeschichte, die während der Reformationszeit ein Ende fand. Mit der Einführung der Reformation im Herzogtum Zweibrücken unter Herzog Wolfgang wurde da Kloster im Jahre 1558 aufgehoben. Stadtführer Bechert will bei seiner Führung insbesondere auf diese letzte Zeit des Klosters eingehen.

Der Weg führt anschließend zum Schlößchen Luisenthal in Gutenbrunnen. Hier wird die Walpurgiskapelle das Ziel der Führung sein. Die Kapelle erinnert an die Zeit des Zweibrücker Herzogs Gustav Samuel Leopold und seiner Geliebten Luise von Hofmann, für die der Herzog das Schlößchen errichten lies. Das Schlößchen erinner aber auch an die Zeit von Herzog Christian IV., der hier eine Porzellanmanufakur einrichteten lies, in der das heute wertvolle „Zweibrücker Porzellan“ hergestellt wurde.

Die Führung unter dem Titel „Auf den Spuren der Mönche des Klosters Wörschweiler“ ist eine Veranstatlung der Volkshochschule Homburg. Sie dauert etwa zweieinhalb Stunden und erfordert etwas Kondition. Treffpunkt ist der Parkplatz in der Dorfmitte von Wörschweiler um 14.30 Uhr. Der Kostenbeitrag für Erwachsene beträgt acht Euro.