Frische Sachen auf den Tisch

Äpfel, Radieschen oder Astern, die aus dem Bliesgau kommen, Fleisch von Biohof aus der Region oder Kürbisse vom Biolandwirt: Der Homburger Landmarkt trifft genau den Geschmack der Besucher, die kulinarisch die Heimat wiederentdecken.

Es scheint so, als hätte man in Homburg schon vor 15 Jahren erkannt, dass die Vermarktung regionaler Produkte einmal einen großen Stellenwert gewinnen wird. Damals war die Stadt zum ersten Mal Schauplatz des Landmarktes Saarpfalz. Am vergangenen Samstag kündete ein durchweg hoher Besucherandrang an den 38 Ständen auf dem historischen Marktplatz und der Eisenbahnstraße davon, dass dieser Landmarkt mit seinem Angebot den Wunsch der Kunden nach nachhaltig erwirtschafteten Waren aus der heimatlichen Region haargenau trifft. Und das passt natürlich ebenfalls ziemlich haargenau zum Wunsch der Stadt selbst, einen bewussten Umgang mit Produkten zu fördern - erst kürzlich erhielt man als zweite Stadt im Saarland das Fair-Trade-Siegel.

So war der vergangene Samstag nicht nur eine gute Gelegenheit für die Besucher, sich mit all dem einzudecken, was der Herbst für Gaumen und Augen hergibt. Er war auch ein Ausrufezeichen hinter einer gemeinsamen Idee. "Es gibt einen Trend zur Regionalisierung in der Vermarktung", war sich Homburgs Bürgermeister Klaus Roth sicher. "Das merken wir in ganz Europa. Diese Regionalisierung finden wir in vielen Bereichen, so auch bei den Lebensmitteln." So sei es sinnvoll, auf Produkte aus der eigenen Region zurückzugreifen, anstatt Lebensmittel weite Strecken zu transportieren.

Dass dieses regionale Bewusstsein zunehmend bei den Kunden an Bedeutung gewinne, das bestätigte Anke Michalsky vom Homburger Stadtmarketing, zusammen mit der Saarpfalz-Touristik Veranstalter des Landmarktes. "Der Landmarkt ist in den Köpfen der Menschen als echte Institution wirklich angekommen", versicherte Michalsky, die zusammen mit Katrin Thieser von der Saarpfalz-Touristik am Samstag vor Ort als Ansprechpartnerin seitens der Veranstalter Flagge zeigte. "Der Markt, einer der ersten seiner Art in dieser Region, zeigt, dass ein riesen Bedarf an regional vermarkteten Produkten besteht. Verbraucher wünschen die Nähe zum Produzenten."

Zudem und ergänzend zum guten Sinn des Landmarktes Saarpfalz werte diese Veranstaltung Homburg als Stadt der Märkte zudem auf. Klaus Roth: "Wir können heute erneut den Menschen aus Homburg und der Region die Gelegenheit bieten, in unserer Stadt zu verweilen." Dass man seitens der Veranstalter darauf bedacht ist, den hohen Standard der Veranstaltung über die Jahre hinweg zu halten und weiter zu verbessern, davon konnten sich die Besucher an den 38 Aussteller-Ständen selbst ein Bild machen: Von herbstlichem Dekorationen über Wild, Gemüse, Käse und Honig bis hin zu Obst und Obsterzeugnisse reichte die Angebotspalette.