Französisch mit der kleinen Indianerin in der Luitpoldschule

Französisch mit der kleinen Indianerin in der Luitpoldschule

Erbach. Einen etwas anderen Französisch-Unterricht erlebten die Schülerinnen und Schüler der drei zweiten Klassen der Grundschule Luitpold

Erbach. Einen etwas anderen Französisch-Unterricht erlebten die Schülerinnen und Schüler der drei zweiten Klassen der Grundschule Luitpold. Mit der Aufführung des kurzweiligen Theaterstückes "La Petite Indienne" (Die kleine Indianerin) gastierte erstmals die Theatergruppe 3chardons um Thirry Gerber aus Paris in der zu einem Indianerdorf umgewandelten Aula der Luitpoldschule (wir berichteten kurz). Den Kontakt zur Theatergruppe hatte Französisch-Lehrerin Katia Calipari hergestellt, deren Tochter Jade diese Geschichte um eine traurige Indianerin, die auf der Suche nach ihrem Namen ist, schon einmal in Forbach miterlebt hat. "Je raconte une histoire de petite indienne", begrüßte Thirry Gerber vor dem Indianerzelt die erwartungsvoll dreinblickenden Schüler. Damit die Zweitklässler den Inhalt des in französischer Sprache gehaltenen Stückes besser verstehen konnten, hatten sie die Geschichte im Vorfeld mit ihren Lehrerinnen bearbeitet. "Die Schüler kennen die wichtigsten Wörter", erzählte Calipari. Und so konnten die Kinder die kleine namenlose Indianerin auf ihrer beschwerlichen Suche nach einem passenden Namen durch die Prärie begleiten und ihr bei ihrem Abenteuer beistehen. Dabei traf sie unter anderem auf einen uralten Indianer sowie zahlreiche Tiere, mit denen sie reden konnte. Ziel der Aufführung sei es, die Kinder die französische Sprache nicht nur durch die reine Lehre in der Unterrichtsstunde, "sondern auch mit Hilfe von Theater und Musik erleben zu lassen", so die Muttersprachlerin. Damit dies gelingt, lässt sich die Französischlehrerin, die seit Oktober vergangenen Jahres an der Luitpoldschule unterrichtet, einiges einfallen. So waren schon das France Mobile sowie ein französischer Koch an der Luitpoldschule, die den Kindern spielerisch die Sprache unseres Nachbarn näher brachten. "Die Schüler sollen spielen, sprechen, sich begrüßen, Fragen stellen und Dialoge entwickeln", so Katia Calipari. Am Ende des einstündigen Stückes konnte die kleine Indianerin wieder lachen, denn sie hatte mit "Écoute le vent" (Hör auf den Wind) den passenden Namen gefunden. "Ein bisschen kann ich Französisch, doch ich habe nicht viel verstanden", erzählt Meti, dem die Geschichte und die Kulisse aber gut gefallen haben. Wenn er Indianer wäre, würde er sich am liebsten Roter Adler nennen, meinte Klassenkamerad Donat. "Das ist ein toller Name." Auch andere Schüler hatten Schwierigkeiten, Thirry Gerber zu folgen, verstanden nur Bruchstücke. "Der hat zu schnell gesprochen". re "Die Schüler sollen spielen, Fragen stellen und Dialoge entwickeln." Französisch-Lehrerin Katia Calipari

Mehr von Saarbrücker Zeitung