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Französisch für alle von Anfang an

Französisch für alle von Anfang an

Große Resonanz hat der Tag der offenen Tür des Saarpfalz-Gymnasiums in Homburg am Wochenende hervorgerufen, zahlreiche Eltern und Schüler haben sich die Einrichtung angesehen, bei der nicht nur die Mint-Fächer hoch im Kurs stehen.

Kaum hat das neue Jahr das alte abgelöst, da stellt sich für viele Eltern die Frage: Auf welche Schule geht mein Kind, wenn die Grundschulzeit im Sommer vorbei ist? In Sachen "Informieren" geht es derzeit auf die Zielgerade, die Termine für die Anmeldungen zum Schuljahr 2016/2017 sind so weit weg nicht mehr. Ein gute Tradition der weiterführenden Schulen ist es da, schon gleich zu Jahresbeginn mit Infotagen Eltern und Kinder darüber aufzuklären, was hier wie dort möglich, üblich und erforderlich ist.

Am Samstag stellte sich das Saarpfalz-Gymnasium in Homburg den Eltern der aktuellen Viertklässler vor. Und schon früh am Morgen war auf den Gängen und in den Klassensälen richtig viel Betrieb. Mitten drin: Schulleiter Jürgen Mathieu. Im Gespräch mit unserer Zeitung skizzierte er das Profil seiner Schule. "Die Schwerpunkte liegen bei uns bei den so genannten Mint-Fächern, also Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften. Aber auch unser sprachlicher Bereich ist gut aufgestellt. So können wir beide Begabungsbereiche gut abdecken." Dabei fordere man von Eltern wie Kindern keine Richtungsentscheidung schon in der Klassenstufe fünf. "Wir fangen für alle Schüler einlinig an, mit Französisch in der fünften und Englisch in der sechsten Klasse. Damit haben die Kinder Zeit, erst einmal ihre Stärken auszuloten." Erst am Ende der Klassenstufe sieben gelte es dann, die Weichen zu stellen: Spanisch als dritte Fremdsprache oder alternativ Informatik oder Physik als Hauptfach. "Damit fangen wir alle Talentbereiche auf."

Die Gretchen-Frage für viele Eltern : Soll mein Kind ein Abitur in acht oder in neun Jahren machen? Klassisches Gymnasium oder doch eine Gemeinschaftsschule als "langsamere" Alternative? Hier gab Jürgen Mathieu den einen oder anderen Fingerzeig für Rat Suchende. "Eltern sollten auf jeden Fall aufs Kind schauen und wahrnehmen, wie es sich derzeit in der vierten Klasse gegenüber dem Lernstoff verhält. Sie sollten die Grundschullehrer fragen, was sie dem Kind zutraut. Und sie sollten keine Angst vor G 8 haben. Denn bei einem gut strukturierten Tag bleibt genug Zeit für Hobbys." Einen Blick in Richtung Gemeinschaftsschule sollten, so Mathieus, die Eltern werfen, deren Kind schon in der Grundschule in Sachen Lernen "am Limit sind. Dann würde ich eher die langsamere Variante empfehlen."

Angesichts des Profils, mit dem Mathieu seine Schule beschrieben hatte, verwunderte es nicht, dass am Samstag in den Bereichen "Sprachen" und "Mint-Fächer" richtig viel los war. Im Pavillon informierten Nadine Blankennagel, Fachlehrerin für Englisch, und ihre Kollegin Christine Wack, Fachlehrerin für Französisch, Eltern und potenzielle Neu-Fünfer über den sprachlichen Zweig des "Saarpfalz". Und auch Wack und Blankennagel betonten die dreijährige "Entscheidungsfrist" bis zu einer tatsächlichen Weichenstellung in Richtung Sprache oder Mint-Fächer. Christine Wack: "Es ist tatsächlich so, dass die Kinder dann nach ihrer tatsächlichen Begabung entscheiden können."

Zum Thema:

Auf einen Blick Die Anmeldetermine des Saarpfalz-Gymnasiums für das Schuljahr 2016/2017: Mittwoch, 17. Februar, von 8 bis 13 und von 14 bis 18 Uhr; Donnerstag, 18. Februar, von 8 bis 13 Uhr; Freitag, 19. Februar, von 8 bis 13 Uhr; Samstag, 20. Februar, von 9 bis 12 Uhr; Montag, 22. Februar, von 8 bis 13 Uhr und Dienstag, 23. Februar, von 8 bis 13 Uhr. Zahlreiche Hinweise zum Profil der Schule und dem Anmelde-Verfahren gibt es auf der neu gestalteten Internetseite des Saarpfalz-Gymnasiums unter www.spg.saarland unter dem Punkt "Schüler werden am SPG". thw