Fotografie ist mehr als knipsen

Homburg. Wege in den Beruf gibt es nicht wenige. Für eine erfolgreiche Orientierung ist dabei die rechtzeitige Information von entscheidender Bedeutung

Homburg. Wege in den Beruf gibt es nicht wenige. Für eine erfolgreiche Orientierung ist dabei die rechtzeitige Information von entscheidender Bedeutung. Wer tut was wie und warum? Liegt mir der angestrebte Beruf? Wie sind die Arbeitszeiten, die körperliche oder auch psychische Belastung? Die Antworten auf diese Fragen sind entscheidend, wenn es darum geht, die richtige Wahl für den Beruf und damit für die weitere Zukunft zu treffen. Neben zahlreichen Möglichkeiten der Recherche zu einzelnen Berufsbildern hat sich in den vergangenen Jahren das Instrument des Praktikums als wesentlicher Kompass für die berufliche Orientierung herauskristallisiert -und das auf beiden Seiten der Arbeitswelt, sowohl bei den Arbeitnehmern, als auch bei den Arbeitgebern. So ist für viele Betriebe rund um die Vergabe eines Ausbildungsplatzes inzwischen ein erfolgreiches Praktikum entscheidend für Zusage oder Absage. Im täglichen Berufsalltag sollen Bewerber und Ausbildungsbetrieb sich gegenseitig kennenlernen. So soll festgestellt werden, ob alle Puzzleteile für eine erfolgreiche Berufsausbildung vorhanden sind und zueinanderpassen. Doch nicht nur im direkten Werben um einen Ausbildungsplatz ist das Praktikum von nicht zu unterschätzender Bedeutung. Vor allem Schülern steht mit diesem Kurztrip in die Arbeitswelt ein gutes Handwerkszeug zur Verfügung, um sich echte erste Erfahrungen anzueignen. Zu den zahlreichen Unternehmen in der Region, die solche Praktika sowohl für Schüler als auch für Klienten der Arbeitsagenturen und der Argen anbieten, gehört auch das Ring-Foto-Fachgeschäft City-Foto in der Homburger Innenstadt. Für Firmenchef Martin Stern hat die Option, jungen Menschen einen Eindruck von der wirklichen Berufswelt zu geben, einen hohen Stellenwert. "Das Praktikum ist eine überaus wichtige Möglichkeit, um sich ein Berufsbild in Echtzeit anzuschauen. Denn Theorie und Praxis, oder besser noch, Wunschdenken und Praxis liegen sehr oft weit auseinander." Martin Stern bietet in seinem Unternehmen insgesamt drei Arbeitsbereiche an, in denen ein Praktikum absolviert werden kann. "Das ist zum einen der Bereich des klassischen Einzelhandels. Zweitens das Feld der digitalen Labortechnik, weil wir über ein eigenes, digitales Labor verfügen. Drittens ist es auch der klassische Bereich der Fotografie." Gerade hier, so Stern, würden Vorstellungen von Praktikanten und der tatsächliche Alltag deutlich differieren. "Die Vorstellung ist zu Beginn eben von reinen Wünschen geprägt, die Realität sieht ganz anders aus. Und genau das nehmen die jungen Menschen aus der Zeit bei uns auch mit. Es geht nicht darum, mit der Kamera rumzuhampeln und zu knipsen. Fotografie ist ein echtes Handwerk und echte Arbeit." Mit der ausbilderischen Mehrbelastung kommen Stern und sein Team gut zurecht, für jeden Bereich kümmert sich ein Mitarbeiter gezielt um den Praktikanten. "So ist gewährleistet, dass auch wirklich Wissen vermittelt wird." thw

Auf einen BlickGerade das Internet bietet eine ganze Anzahl von guten Plattformen für die gezielte Recherche nach den gewünschten Praktikums-Stellen. So listet das Forum "Das Auge" unter www.dasauge.de in einem gesonderten Bereich zahlreiche Praktikums-Angebote rund um kreative Berufe auf. Bemerkenswert: Das Portal legt Wert auf die Ausschreibung von bezahlten Praktika. Auch die Arbeitsagentur bietet eine Datenbank für Praktika an. Weitere Informationen auf www.arbeitsagentur.de.