Fotoausstellung im Frauenbüro Homburg

Frauenbüro : Der Blick für bedrohte Tierarten

Fotografin Rosemarie Kappler stellt derzeit im Frauen-Forum des Saarpfalz-Kreises aus.

Unter dem Titel „Fögel und Valter“ wurde in den Räumen des Frauen-Forums des Saarpfalz-Kreises am Scheffelplatz in Homburg eine Aussstellung von Bildern der Journalistin Rosemarie Kappler eröffnet. 60 Bilder präsentieren die heimische Welt von Faltern und Vögeln aus dem Raum Bliesgau, Saarpfalz und Westpfalz.

„Die Buchstaben zum Titel meiner Ausstellung ,Fögel und Valter’ wurden absichtlich vertauscht, weil sich viele Menschen kaum Gedanken darüber machen. Durch den Tausch der Anfangsbuchstaben wird der Betrachter auf das Thema aufmerksam gemacht“, erläutert Rosemarie Kappler. Bei zahlreichen Spaziergängen, Wanderungen und einfach beim Verweilen und Ausharren in der Natur hat sich Kappler immer mehr für die Schönheiten der Landschaften und die Tiere interessiert. „Die Bilder sind nicht Resultat eines künstlerischen Anspruchs“, dafür seien die Momente dann doch zu spontan und unvorsehbar. Jede einzelne der gezeigten Arten sei ein Kunstwerk an sich, weil die jeweilige Art sich in der Kunst der Anpassung geübt und bis heute erfolgreich überlebt habe.

 Daneben steht, so die Fotografin weiter, auch der Dokumentationsanspruch, der sich ohnehin wie ein roter Faden durch ihr Berufsleben zieht. „Die Naturfotografie mit dem Schwerpunkt Tierfotografie ist für mich ein Hobby und kultivierter Jagdtrieb.“ Im Bewusstsein, dass viele der Vögel und Falter, die ihr vor die Linse kamen, auf der roten Liste bedrohter Tierarten stehen, habe sie sich noch näher mit dem Thema beschäftigt. „Dies gab letzten Endes den Ausschlag dafür, eine Ausstellung zu machen, um hier den Blick auf die bedrohten Tiere in unseren Landschaften zu richten.“

 Beim Thema Artenschutz nehmen Menschen diesen Begriff in den Mund, ohne zu wissen, was eigentlich geschützt werden soll. Die Ausstellung soll ein kleines Stück dabei helfen. „Einfach mal draufschauen“, fordert Rosemarie Kappler. Bilder mit einem roten Punkt zeigen die gefährdeten Arten. Es heißt, dass Bilder manchmal etwas bewegen können. „Es wäre schön, wenn dies gelingt“, so die Künstlerin bei der Ausstellungseröffnung.

Geöffnet ist die Ausstellung im Frauen-Forum am Scheffelplatz in Homburg bis 2. Oktober jeweils montags, dienstags und donnerstags von 13 bis 15.30 Uhr, mittwochs von 16 bis 18 Uhr sowie freitags von 13 bis 15 Uhr.