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Fluchttreppe am Marktplatz in Homburg soll Ende Mai abgebaut werden

Marktplatz erhält dann altes Aussehen zurück : Treppe am Marktplatz soll Ende Mai verschwinden

Es war kurz vor Weihnachten eine Maßnahme, die einige Kritik nach sich zog: Die Stadt ließ am alten Rathaus auf dem Historischen Marktplatz eine ziemlich sperrige Fluchttreppe errichten. Hintergrund war, dass das Gebäude sonst aus Brandschutzgründen hätte sofort geschlossen werden müssen.

Doch die Optik gefiel beileibe nicht jedem. Die Stadt hatte auf Nachfrage angekündigt, dass sie noch durch eine kleinere ersetzt werden oder auf die Gebäuderückseite verlagert werden könnte. Verhandlungen liefen. Diese sind nun abgeschlossen, wie die Stadt mitteilt. Der Beigeordneten Christine Becker sei es ihr gelungen, mit einer Miteigentümerin der Fläche hinter dem alten Rathaus eine Einigung zu erzielen. Damit und aufgrund von Arbeiten im Gebäude könne die mobile Fluchttreppe in einigen Monaten abgebaut werden.

 So könnte die Treppe hinterm alten Rathaus aussehen.
So könnte die Treppe hinterm alten Rathaus aussehen. Foto: Stadt Homburg

Derzeit werde für den Bereich der Stadtbibliothek im Gebäude ein Sicherheitsraum errichtet. Dieser soll bis Ende Mai fertig gestellt sein. „Sobald dies der Fall ist, kann die Fluchttreppe am alten Rathaus abmontiert werden. Der Betrieb innerhalb des Bistro 1680, ausgehend davon, dass bis dahin wieder öffentliche Veranstaltung durchgeführt werden können, unterliegt dann gewissen Auflagen“, schreibt Stadtsprecher Jürgen Kruthoff. „Im Herbst dieses Jahres“, so Christine Becker weiter, „kann dann voraussichtlich im Hof hinter dem alten Rathaus eine neue, deutliche kleinere Treppe installiert werden.“ Diese Treppe kann dann den regulären Betrieb im Erdgeschoss des alten Rathauses ermöglichen. Der Aufbau dieser Treppe kann zeitlich und baulich unabhängig von der geplanten Sanierung des Gebäudes erfolgen. Die Stadt werde dazu einige Absprachen prüfen und umsetzen, die mit der Nutzung der Fläche sowie der öffentlichen Toilette zusammen hängen. „Sobald die derzeitige Fluchttreppe entfernt ist, erhalten das alte Rathaus und der Marktplatz ihr früheres Erscheinungsbild zurück. Sollten bis dahin die Beeinträchtigungen durch die Corona-Krise aufgehoben sein, kann auch die Außenbestuhlung der benachbarten Gastronomie und vor allem die Durchführung des Musiksommers ohne Beeinträchtigung möglich sein“, so Kruthoff abschließend.