Flohmarkt hinter den Erwartungen

Homburg. Mit 640 Händlern war der letzte Homburger Floh- und Antiquitätenmarkt des Jahres am vergangenen Samstag eigentlich ganz passabel. Die Jahressumme indessen blieb hinter den Zahlen der vergangenen Jahre zurück, die Bilanz der Flohmärkte 2008 fiel schlechter aus. Von Januar bis November wurden insgesamt 5826 Händler gezählt

Homburg. Mit 640 Händlern war der letzte Homburger Floh- und Antiquitätenmarkt des Jahres am vergangenen Samstag eigentlich ganz passabel. Die Jahressumme indessen blieb hinter den Zahlen der vergangenen Jahre zurück, die Bilanz der Flohmärkte 2008 fiel schlechter aus. Von Januar bis November wurden insgesamt 5826 Händler gezählt. Damit wurde erstmals seit 1997 die Marke von 6000 unterschritten. Marktleiter Peter Emser nennt im Gespräch mit unserer Zeitung einen Grund für den Rückgang: Gleich an mehreren Flohmarkt-Samstagen habe schlechtes Wetter dem Veranstalter zugesetzt. "Im April war das Wetter derart miserabel, dass die wenigen Händler, die überhaupt gekommen waren, schon mittags weg waren", so Emser. Die Stadt habe deshalb für diesen Tag keine Standgebühren erhoben, und mit der offiziellen Zahl Null mache sich der April jetzt im Jahresergebnis unangenehm bemerkbar. Nicht gerade berauschend war mit 237 Händlern aus dem selben Grund auch der September. "Das zeigt einmal mehr, dass der Flohmarkt mit der Witterung steht und fällt", resümiert der Marktleiter. Erste Wirkung zeige die neue Regelung, nach der nicht verkaufte oder unbrauchbar gewordene Ware als Müll eingestuft und der betreffende Händler für die Entsorgung zur Kasse gebeten werde. Nicht nur die Unsitte, unverkaufte Ware einfach zurückzulassen, hatte zunehmend für Unmut gesorgt. Manche Leute hätten sogar Müll mitgebracht. Das könne nicht weiter geduldet werden, zumal die Entsorgung eine Menge Geld koste, schimpft Emser. In diesem Monat arrangierte sich die Werbegemeinschaft wieder mit den Veranstaltern des Bockbierfestes. Das Zelt für die Großveranstaltung am kommenden Samstag steht bereits seit vergangener Woche. Unter dem Zeltdach durften Flohmarkt-Anbieter am Samstag ihre Stände aufbauen, und sie taten das zuweilen mit sichtlicher Begeisterung. Die 640 Händler durften sich über jede Menge Besucher freuen, die das schöne Wetter zu einem ausgiebigen Bummel nutzten. Sie nahmen sich viel Zeit, nahmen zum Beispiel alten Hausrat eingehend unter die Lupe. Für 50 Cent war zum Beispiel ein Netzwerkkabel für den Computer zu haben. Aber es gab auch richtig wertvolle Dinge wie eine Regulator-Uhr oder eine goldene Taschenuhr, wie sie Ende der vierziger Jahre an saarländische Bergleute vergeben wurde. Wegen des Nikolausmarktes macht der Flohmarkt im Dezember eine Pause. Weiter geht es dann wieder im Januar rund um das Homburger Forum.