Firmenlauf: 5000 Teilnehmer angepeilt

Firmenlauf: 5000 Teilnehmer angepeilt

Am 22. Juni gehen in Homburg wieder Lauf-Teams aus Unternehmen und Institutionen auf die Strecke. Diese wurde etwas geändert, führt über den Marktplatz. Zudem wird in zwei Blocks gestartet. Im Anschluss wird gefeiert.

Gelaufen sind die Menschen schon immer, ob auf der Flucht vor dem Mammut, um Botschaften zu überbringen, später auch, um sich sportlich zu messen. Doch mittlerweile hat das Laufen nichts mehr mit Ausdauersport für Einzelne zu tun, es hat sich zu einer Lebensart entwickelt. Für viele gehört es zum Alltag dazu, sich die Sportschuhe anzuziehen, alleine oder in Gruppen auf die Strecke zu gehen - und trainiert wird selbst unter Nicht-Profis zunehmend ambitioniert.

Laufen ist zudem zum Event geworden, ob es um die besondere Umgebung geht, um einen Lauf, bei dem spezielle Hindernisse überwunden werden müssen oder einfach um die City-Atmosphäre. Hier reiht sich das Konzept der Firmenläufe ein, die es inzwischen in einigen Städten gibt.

Der Grundgedanke: Kollegen meistern die Strecke gemeinsam und können hinterher auf einer Party vor Ort ausgelassen feiern. Auch in Homburg sollen sich nach dem Willen der Veranstalter, eine Saarbrücker Agentur um Geschäftsführer Ralf Niedermeier und der Stadt Homburg als Partner, wieder Tausende auf die fünf Kilometer lange Strecke begeben. Dabei richtet man sich aber nicht ausschließlich an diejenigen, für die das Lauftraining zum Alltag gehört, sondern auch an alle, für die fünf Kilometer am Stück eine echte Herausforderung sind.

Nun sind Anmeldungen möglich (siehe Infobox), bis zum Termin am 22. Juni haben die Organisatoren Großes vor: "Wir sind sehr optimistisch, was die Teilnehmerzahl anbelangt", sagt Niedermeier im Gespräch mit unserer Zeitung. 3500 waren es im vergangenen Jahr, die hier an einem Sommertag bei Temperaturen weit über 30 Grad Celsius zur Hitzeschlacht antraten. Diesmal peilt man die 5000 an, setzt auf die Großen, die bereits im vergangenen Jahr mit ansehnlichen Gruppen dabei waren wie Bosch (stellte 2016 gut 677 Teilnehmer), das Uniklinikum, die Universität mit je etwa um die 500 Läufern. Auch Neue soll das "überregionale Sportaushängeschild für Homburg" anlocken. Um der anvisierten Größe gerecht zu werden, hat man an der Struktur ein bisschen geschraubt. So wird diesmal in zwei Blöcken gestartet, und es wird zusätzlich für die besonders schnellen Läufer ein spezieller Sprinterblock angeboten. Bei der Anmeldung können die Teilnehmer auswählen, ob sie im ersten Startblock um 18 Uhr oder im zweiten Startblock um 18.30 Uhr laufen möchten.

Start und Ziel befinden sich etwas versetzt in der Talstraße. Die Fläche für das Rahmenprogramm wurde vergrößert, es findet zusätzlich auf einem neuen Veranstaltungsgelände statt, dem Parkplatz Uhlandstraße. In der Party-Zone wird die Band Elliot mit Live-Musik einheizen, auch die Firmenzelte werden wieder aufgebaut. Auf dem Christian-Weber-Platz spiele sich eher Organisatorisches ab wie die Anmeldung, die Kleiderbeutel-Abgabe.

Der Platz sei in den vergangenen Jahren aus allen Nähten geplatzt, erläutert Niedermeier die Hintergründe für die Erweiterung. Durch die unterschiedlichen Startzeiten habe zudem jeder Läufer auf der Strecke mehr Platz, man könne dann gut laufen - ohne Gedränge. Dabei wird auch die Strecke selbst etwas modifiziert, werde dadurch etwa 200 Meter länger. Sie führe nun im Schlussstück über den historischen Marktplatz - hier hofft man auf zusätzliche Zuschauer - dann die Saarbrücker Straße hinunter und am Ende in die Talstraße zum Ziel, das etwa in Höhe des Saarpfalz-centers/Talzentrum liege.

Ansonsten bleibt's beim Alten und Beliebten, denn, so Niedermeier, die Abwechslung der Strecke, die durch die City, aber auch durch den Stadtwald führe, komme gut an. Am Schießhaus wird wieder für jeden, der es braucht, Wasser verteilt. Zudem gibt's unterwegs bereits Musik.

Wer zu großen Läufen anreist, der weiß: Es kann schon mal länger dauern, deswegen wollen die Macher möglichst viele dazu bewegen, Busse und Bahn zu nutzen. Daher ist diesmal in Homburg in den Startgebühren die kostenlose An- und Abreise mit dem saarländischen Verkehrsverbund enthalten.

"Wir hoffen, dass wir alles noch einmal deutlich optimiert haben", sagt Niedermeier, der eine weitere Neuerung auf Lager hat: Es werde eine eigene Hochschulwertung geben: Man erwarte neben der Saar-Uni zum Beispiel die HTW und viele andere. Siegerehrung für alle ist übrigens am 22. Juni um 20 Uhr - da werden sich viele wohl schon zur Partymusik eingetanzt haben. Für diejenigen, die dabei sein möchten, heißt es jetzt also: Laufschuhe anziehen und los - noch bleibt ja Zeit fürs Training.

Zum Thema:

Die Online-Anmeldung zum fünften Homburger Firmenlauf am Donnerstag 22. Juni, ist bereits freigeschaltet. Pro Unternehmen können beliebig viele Dreier-Teams in den Wertungsklassen Frauen, Männer, Mixed zeigen, was in ihnen steckt und welches Unternehmen die meisten Läufer mobilisieren kann. Auch Einzelstarter können mitmachen, es gibt allerdings nur Team-Wertungen. Für die jungen Teilnehmer (Mindestalter ist 15 Jahre) ist außerdem die Kategorie "Azubi-Superstar" spannend: Welches Unternehmen bringt die meisten Azubis an den Start? Auch der Kreativ-Preis für die beste Kostümierung wird wieder verliehen. Die Anmeldegebühr beträgt 11,50 Euro pro Person plus Mehrwertsteuer bis zum Anmeldeschluss am 6. Juni. Vom Startgeld jedes Läufers wird ein Euro an karitative Hilfsprojekte gespendet. Nachmeldungen sind möglich. Info und Anmeldung unter der Adresse mit der speziellen Saarland-Endung: www.firmenlauf.saarland