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Ferienprogramm für Kinder und Eltern im Römermuseum Schwarzenacker

Ferienprogramm : Töpfern und mehr im Römermuseum

Seit einigen Jahren lädt das Römermuseum Schwarzenacker während der Sommerferien Kinder zu unterhaltsamen Mitmachaktionen ein. Essen wie zur Römerzeit, Bildhauerei, Schnitzen, Schild und Helme basteln und einige Aktionen mehr fanden immer wieder großes Interesse bei Kindern und Jugendlichen aus dem Saarland und der nahen Pfalz.

Doch 2020 ist zu Zeiten der Corona-Krise alles anders.  Renate Dilly-Liefke, Leiterin der Römerstiftung Schwarzenbach, und mit ihren Kollginnen für die Betreuung der Ferienaktion im Einsatz: „Wegen der Corona-Pandemie haben wir überlegt, welche Aktionen wir mit entsprechenden Vorgaben machen können.“ Gut vier Wochen Vorbereitung waren für ein entsprechendes Hygienekonzept notwendig. Dilly-Liefke: „Unser Konzept kam gut an und wir durften zum Ferien-Special einladen.“  Für die Handhygiene wurden entsprechende Behälter am und im Römermuseum aufgestellt. Kinder werden von ihren Eltern oder Großeltern begleitet. „Selbstverständlich ist die Abstandsgrenze einzuhalten.“ Gemeinsam zusammensitzen, um zu basteln und zu werkeln, das ist nicht möglich. „Nur Kinder aus einer Famlie können direkt zusammensein.“

Aus diesem Grund wurde das wöchentliche Programm auch abgeändert. Nun lädt das Römermuseum Schwarzenacker jeden Dienstag von 11 bis 17 Uhr zum Sommerferienspaß Kinder und ihre Eltern ein. „Die Eltern sind dann auch für das Einhalten der Abstandsregeln mitverantwortlich.“

Geändert wurden auch die Gebühren für die Mitmachaktionen. Dilly-Liefke: „Jeder, der Eintritt für das Römermuseum zahlt, ist willkommen.“ Anschließend kann das Kind selbst entscheiden, bei welcher Aktion es mitmacht. Wöchentlich immer im Programm: auf abgesteckten Quadraten nach Tonscherben zu graben.

Am vergangenen Dienstag, dem ersten Tag der Ferien-Special-Aktion im Römermuseum, gab es zudem Töpfern unter Anleitung. „Wer Lust hatte, konnte beim Ausgraben mitmachen und dann auch beim Töpfern.“ Jede dieser Aktionen wurde dann extra bezahlt. Renate Dilly-Liefke: „Essen und Getränke können an den Ferien-Special-Tagen mitgebracht werden. In ausgewiesenen Zonen kann gepicknickt werden.“ Nach der Töpferei wird am kommenden Dienstag dann das Thema Lederbeutel angeboten. Am 21. Juli steht das Thema Bildhauerei auf dem Programm. In den darauf folgenden drei Wochen wird das Programm in der gleichen Reihenfolge wiederholt.

Der erste Tag des Ferien-Spezial-Programms im Römermuseum fand sehr guten Anklang. Mit der Besucherzahl zeigte sich die Stiftung Römermuseum zufrieden. Maja Baus, die mit ihrem Sohn Jona, 8 Jahre, und zwei Freundinnen aus Neunkirchen nach Schwarzenacker gekommen war, fand: „Ich finde dies ein tolles Angebot für Familien.“ Ihr Sohn Jona würde sehr gerne wieder kommen. „Bildhauerei ist sehr interessant. Das will ich auch einmal ausprobieren.“

Familie Paul aus Illingen fand für ihre Kinder, den elfjährigen Yannis und die siebenjährige Maja, in Schwarzenacker ein tolles Ferienprogramm. „Wegen Corona fiel die Urlaubsreise in den Schulferien aus. Daher schauen wir uns nun im Saarland nach Aktionen und Besichtigungen um, die auch für unsere Kinder interessant sind“, berichtet Stefanie Paul, während sich ihre Kinder fleißig mit dem Ausbuddeln von Tonscherben beschäftigen. „Im Saarland gibt’s viel zu entdecken, auch im Römermuseum, das wir uns zum ersten Mal anschauten.“

Ferien-Special im Römermuseum: Jeden Dienstag von 11 bis 17 Uhr (bis einschließlich 11. August), Eintritt: fünf Euro für Erwachsene, drei Euro für Schüler, elf Euro für Familien, Extras zum Mitmachen: Ausgrabungen und Handwerk, wie Töpfern (28. Juli), Lederbeutel basteln (14. Juli/ 4. August), Bildhauerei (21. Juli/ 11. August) jeweils drei Euro.