Ferienaktion im Römermuseum in Schwarzenacker ab Anfang Juli

Welt der Römer in Schwarzenacker : In den Ferien wird es dienstags immer römisch

Ab Anfang Juli gibt es in Schwarzenacker viele Aktionen für Kinder zwischen acht und zwölf Jahren.

Während der Ferien können sich Kinder immer dienstags in Römer verwandeln. Mal wird römisch gebaut, mal getöpfert oder gekocht. Sich mit einer Tunika zu bekleiden, gehört auch dazu. Hätte man dem Augenarzt Sextus Ajacius Launus erzählt, dass in 2000 Jahren sein Behandlungszimmer nachgestellt und eines seiner Rezept in einer Vitrine liegen würde, hätte er sich vermutlich an den Kopf gegriffen. Aber wir wissen nicht nur, was er auf das Rezept geschrieben hat, sondern auch, was er und die übrigen Kleinstadtbewohner gekocht und gegessen, wie sie sich gekleidet und gekämmt haben.

Und so war die römische Siedlung in Schwarzenacker ein kleiner, gut funktionierender Mosaikstein im römischen Riesenreich, in dem sich wie unter einem Brennglas das Alltagsleben vor 2000 Jahren spiegelt.

Um dies nachzustellen, hat sich das Team des Römermuseums wieder jeden Dienstag während der Ferien interessante Aktionen für Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren ausgedacht, jeweils in der Zeit zwischen 14 und 18 Uhr.

Wer nicht gerade verreist ist, kann jeden Dienstagnachmittag im Römermuseum Schwarzenacker auf Zeitreise zu den alten Römern gehen. Für Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren hat sich das Mitarbeiterteam wieder viele interessante Aktionen ausgedacht.

„Ton trifft Schrift“ lautet das Motto in der ersten Ferienwoche. Am 2. Juli wird geschrieben und getöpfert wie bei den Römern. Für das Wachstäfelchen und den Stilus (Stift) wird gesägt, geklebt, geschmirgelt und Wachs geschmolzen. Auf der Wachstafel und dem Getöpferten können erste Schreibversuche mit den Buchstaben und Zahlen der Römer unternommen werden.

Am 9. Juli begibt sich „Die Jupiter AG“ auf Entdeckungstour zur römischen Götterwelt. Spielerisch beschäftigen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit den Namen und der Bedeutung einzelner Götter. Außerdem wird eine kleine Götterfigur gegossen. Für eine Tempelzeremonie wird duftendes Räucherwerk zusammengestellt und ein Musikinstrument gefertigt.

Am 16. Juli wird in der römischen Küche lecker römisch gekocht und geschlemmt, denn es heißt „Kühle Köpfe, heiße Töpfe“. Die Taberna (Wirtshaus) wird regelrecht zur Spielhölle, wenn dort die Würfel für unterhaltsame Spielchen rollen. Das hätte dem Capitolinus sicherlich gut gefallen.

Bei „Gloss und Glamour“ am 23. Juli geht es um die schönen Dinge des Römerlebens, nämlich um Schmuck und Kosmetik. Nach antikem Vorbild werden für römische Damen und Herren Schmuckstücke hergestellt und Pflegeprodukte gezaubert. Duften wie Julius Caesar wird im Römermuseum möglich.

Am 30. Juli geht es militärisch zu, wenn es heißt „Zum Appell - Legionäre in Schwarzenacker“. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen wie ein römischer Legionär mit Helm, Schild und Schwert zu exerzieren. Vor dem Marschbefehl des Centurio muss der Jung-Legionär seine Ausrüstung selbst anfertigen.

„Ärmel hoch und angepackt!“ ist am 6. August beim Bauhandwerkertag angesagt, eine Tätigkeit, die die Römer besonders gut konnten und für die sie bis heute bewundert werden.

Nicht umsonst stehen noch einige Bauwerke von ihnen in ihren ehemaligen Provinzen – und ihre Brücken wurden oft noch bis in die Neuzeit sogar vom Autoverkehr benutzt. Die Kinder arbeiten als römische Vermessungsingenieure und Bildhauer, lernen einen antiken Steinbohrer kennen und erfahren, wie die Menschen früher die Zeit gemessen haben.

Die Aktionen finden jeweils dienstags von 14 bis ca. 18 Uhr für Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahre statt. Der Preis beträgt 18,50 Euro pro Person (inkl. Material, Imbiss und Getränke). Die Mindestteilnehmerzahl liegt jeweils bei zehn Kindern. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, eine Anmeldung ist erforderlich unter Tel.: (0 68 48) 73 07 77 oder per E-Mail: info@roemermuseum-schwarzenacker.de.

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