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FDP: Fragen der Energieeinsparung verstärkt angehen

FDP: Fragen der Energieeinsparung verstärkt angehen

Pro und Contra Windkraft wird an vielen Orten diskutiert. Die FDP hatte mit Professor Olaf Kühne einen Fachmann zum Vortrag gebeten. Rund 50 Gäste ließen sich informieren und stellten ihre Sicht der Dinge vor.

Die Diskussion um das Pro und Contra der Nutzung von Windkraft hat die Öffentlichkeit polarisiert. Die FDP in Homburg hatte mit ihren Vorsitzenden Gustl Schwab und Karin Seyfert deshalb zu einer Veranstaltung zu dieser Thematik eingeladen. Es fanden knapp 50 Personen den Weg zu dem gut einstündigen Vortrag, mit einer noch einmal so langen anschließenden Diskussion. Mit Professor Olaf Kühne von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf wurde ein renommierten Kenner der Materie als Referent gewonnen. In seinem Vortrag "Energiewende und Windkraft - Annahmen und Widersprüche" hat Kühne aus der Sicht des Wissenschaftlers zunächst die Auswirkungen der Energiewende , Veränderungen der Ästhetik durch neue Energieformen, sowie die Vielfalt des "Begriffes Landschaft" und seiner Veränderung durch die Windkraft und die Energiewende aufgezeigt. Als Konsequenzen sollen "konventionelle Kraftwerke nur noch ergänzend und im Rahmen der Versorgungssicherheit einspeisen". 50 bis 60 Prozent des Energieverbrauchs resultierten aus Raumheizung und etwa 30 bis 35 Prozent aus der Benutzung des Autos. Auch hier seien konzeptionell im Rahmen der Energiewende grundlegende Neuorientierungen erforderlich.

Gustl Schwab betont, dass eine frühzeitige Einbindung der ansässigen Bevölkerung zum Beispiel durch Bürgerbefragung in die Entscheidungsprozesse des Ausbaus der Energiegewinnung - am regionalen Beispiel Bau von Windkrafträdern - bezüglich Versorgungssicherheit, finanzielle Auswirkungen auf die Region unabdingbar ist. Die Auswirkungen auf Gesundheit und Landschaft müssen parteiunabhängig abgewogen werden. Ausführlich wurden der Diskussion mögliche Konsequenzen auf Klimawandel, Bevölkerung, Immobilienwerte und die Gesundheit erörtert.

Diese Ergebnisse werden dazu beitragen, neben möglichen gesundheitlichen Risiken auch Auswirkungen auf die Attraktivität der Region durch Windräder zu erkennen.

Karin Seyfert forderte, die Forschung der Energiewende in Bezug auf technische Fragen, Verteilung, Effizienz und Speicherung zu forcieren unter Einbeziehung der sozialen Akzeptanz und Wirtschaftlichkeit. Weiter fordert die FDP , verstärkt die Fragen der Einsparung von Energie anzugehen. Hier liege der mit der Hälfte der zurzeit benötigten Energie für Heizung der höchste Verbraucheranteil.