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Einöd: Fastnachter können Einöder Halle nutzen

Kostenpflichtiger Inhalt: Einöd : Fastnachter können Einöder Halle nutzen

Im Ortsrat Einöd wurde angekündigt, dass in diesem Jahr der seit langem geplante Skulpturenweg endlich Realität werden soll.

Die Ortsratssitzung in Einöd am Donnerstagabend brachte für die Fastnachter im Ort eine gute und ganz offizielle Nachricht: Am Samstag, 22. Februar, wird die Saarpfalz-Halle zur Narrhalla, und die Narren der Fidelia können Einzug halten. Wer in diesen Tagen an der Halle vorbeigeht, der wird zwar sehen, dass außen noch heftig gearbeitet wird – innen drin aber scheint alles so weit fertig zu sein, dass der Fidelia im Februar keine Steine im Weg liegen. Ortsvorsteher Karl Schuberth (SPD) in der Ortsratssitzung: „Die Fastnachtsveranstaltung kann stattfinden. Und ab dem 1. Mai wird die Halle für den Sport freigegeben.“ In der Halle, so Schuberth, sehe alles sehr gut aus, „das hat sich sehr gut gemacht. Mir gefällt das. Und so weit ich das als Laie beurteilen kann, wird da sehr gut gearbeitet“.

Mehr gab es zu diesem Thema aktuell augenscheinlich nicht zu sagen. Umfangreicherer Gesprächsbedarf hingegen bestand in Sachen „Skulpturenweg“. Dieser Weg beschäftigt seit dem Jahr 2012 den Ort. Zum Hintergrund: Hinter dem Römermuseum in Schwarzenacker verlief lange Jahre ein wichtiger Verbindungsweg von und nach Einöd. Eben dieser Weg sollte, im Zuge eines entsprechenden Ausbaus, zum besagten Skulpturenweg werden und damit diesem Teil Homburgs ein weiteres touristisches Glanzlicht verschaffen. Zwischenzeitlich ist der eigentliche Weg sehr ansehnlich hergerichtet, Skulpturen gibt es dort allerdings noch nicht. Dass sich alles so lange hinauszögert, liegt dabei auch daran, dass eine im Boden eingelassene Fundamentierung nicht zulässig ist, da es sich beim Gelände entlang des Weges um einen Bereich handelt, der nach wie vor archäologisch bedeutsam ist und der deswegen unter Grabungsschutz steht. Man musste also nach Alternativen suchen.

Mathias Beck von der Galerie Beck, er ist der eigentliche Ideengeber für den Skulpturenweg, zeigte nun eine Lösung auf, die dem gerecht werden soll. Die kurze Formel: Statt Sockel in der Erde sollen Sockel auf der Erde den Skulpturen Stand geben. Grundsätzlich stellte Beck in Aussicht, dass der Skulpturenweg schon im Sommer bespielt werden soll. Alle Exponate stammten aus dem Beckschen Besitz und stünden derzeit im öffentlichen Raum in Homburg, so an der Reitanlage in Einöd, im Homburger Stadtpark und an einigen anderen Orten. Diese Werke zusammenzuziehen und an einem zentralen Ort zu zeigen, sei im Jahr 2011 die eigentliche Idee und der Impuls zum Projekt am Römermuseum gewesen.

Noch fehlen dem Skulpturenweg die Kunstwerke, das soll sich ab dem Sommer ändern. Foto: Thorsten Wolf

„Insgesamt handelt es sich um 20 Kunstwerke, von denen mindestens 17 oder 18 am Skulpturenweg aufgestellt werden sollen, immer im gleichen Abstand, über die gesamte Strecke des Weges“, erläuterte Beck dem Einöder Ortsrat die aktuellen Überlegungen. Bei einem Ortstermin vor einigen Monaten habe man sich entschieden, Sockel aus Buntsandstein zu verwenden – in ihrer Dimension denen entsprechend, die dort aktuell schon als Sitzgelegenheiten aufgestellt sind. Derzeit gebe es hier, wie Beck und Schuberth gleichermaßen verdeutlichten, aber noch unklare Informationen, was solche Sockel aus Buntsandstein tatsächlich kosten könnten. Beck: „Wir und die Stadt suchen derzeit unabhängig von einander nach Bezugsadressen, bei denen man solche Sockel leistbar beziehen kann. Denn das würde besser aussehen als rohe Betonsockel.“

Für den Auftakt im Sommer plane man, einen Bildhauer einzuladen. Der solle dann vor Ort eine neue Skulptur erschaffen. „Der Weg soll lebendig sein“, so Beck, „das heißt: Alle paar Jahre geht ein Kunstwerk weg und ein neues kommt dazu.“

Mit einem Augenzwinkern äußerte Karl Schuberth die Hoffnung, dass der Skulpturenweg noch in der aktuellen Legislaturperiode des Einöder Ortsrates fertig werde – dieser Einwand kam wohl nicht von ungefähr, denkt man an die lange Zeit, in der dieses Projekt den Ort schon beschäftigt. Beck zeigte sich hier sicher, dass das gelingen werde, auch mit einem Augenzwinkern.

Auf Nachfrage aus dem Rat, ob es möglicherweise Einwände von Bürgern geben könnte, wenn Beck seine Skulpturen aus dem Stadtgebiet abziehe, räumte der Galerieleiter ein, dass es tatsächlich offensichtlich Stimmen gegeben habe, die diesen Schritt kritisierten. Sein Gegenargument: „Im Stadtpark, als Beispiel, gibt es eine Skulptur des weltberühmten Bildhauers Ogata aus Japan.“ Ein Teil dieses Kunstwerkes sei mit den Jahren schlicht im Boden verschwunden. Was Beck wohl sagen wollte: Viele der Werke hätten im Stadtgebiet nicht die Beachtung gefunden, die sie eigentlich verdienten.

So ergebe es für die Stadt und die Bevölkerung mehr Sinn, die Kunstwerke in einem Ensemble wie dem Skulpturenweg zusammen zu fassen. > weiterer Bericht folgt