Fast so realistisch wie ein Ernstfall

Fast so realistisch wie ein Ernstfall

Zum sechsten Mal zeigte der Nachwuchs beim Löschbezirk Homburg-Mitte bei der „24-Stunden-Schicht“, dass er professionell reagieren kann. Insgesamt wurden sieben Einsätze nachgestellt.

Palettenhäuschen, aus denen die Flammen schlugen: Diesem fast schon realistischen Brandszenario musste sich die Jugendfeuerwehr aus Homburg-Mitte stellen. Am Freitag und Samstag zeigte die Jugendfeuerwehr in einer "24- Stunden-Schicht" ihr Können. Die Abschlussübung fand am Samstagnachmittag am ehemaligen Homburger Hallenbad statt. Ein Löschangriff auf vier in Brand geratene Holzhäuschen musste gezielt erfolgen. Nach dem Eintreffen der Jugendwehr hatten diese bereits stark Feuer gefangen. Jetzt hieß es, schnell und überlegt zu handeln. Keine Panikmache war da gefragt, sondern eine nüchterne disziplinierte Vorgehensweise. In Windeseile wurden Schläuche ausgerollt, Verteiler zwischengekoppelt und am Tankfahrzeug angeschlossen. Schon hieß es Wasser marsch. Den Feuerherd bekam die Jugendfeuerwehr schnell unter Kontrolle, nach 15 Minuten war der Brand gelöscht.

Bereits zum sechsten Mal fand die "24-Stunden-Schicht" beim Löschbezirk Homburg-Mitte statt. Für die Organisation und Planung zeichneten die Feuerwehrleute David Doster, Andreas Herz und Jugendwart Fabian Scheliga verantwortlich. Für die zwanzig Jugendfeuerwehrler im Alter von acht bis sechzehn Jahren wurden während der 24 Stunden insgesamt sieben Einsätze simuliert. Zu den Szenarien gehörten Verkehrsunfälle , auslaufende Betriebsstoffe, Personensuche, Brände , Wartung und Pflege der Einsatzfahrzeuge sowie Spiele und Sport, um die Kondition zu fördern.

15 Helfer und Betreuer hatten diese Aktionen geleitet und beaufsichtigt. Ziel dieses Berufsfeuerwehrtages ist es, den jungen Menschen den Alltag der Berufsfeuerwehren nahe zu bringen. Dem zwölfjährigen Chris Bankert, hat die Schulung sehr gut gefallen, er sagte: "Es waren vielseitige, abwechslungsreiche Einsätze, bei denen ich etwas gelernt habe." Der 14-jährige Fabio Nippold kommentierte: "Das war alles sehr realitätsnah wie im Ernstfall, ich habe viel erlebt, und in der Gruppe hat es gemeinsam viel Spaß gemacht."

Der Löschbezirksführer der Homburger Wehr, Alexander von Büren, war mit dem Ablauf der zweitägigen Übung sehr zufrieden, er sagte : "Jedes Jahr wird die Einsatzfähigkeit und der Ausbildungsstand des Nachwuchses überprüft, um auch die Motivation zu schärfen. Dass alles wie am Schnürchen lief, hat man auch in diesem Jahr wieder ganz deutlich gesehen, Kompliment an die Jungs." Natürlich zog von Büren damit auch das einzige Mädchen, die 14-jährige Celina Becker, mit ein, die hier sozusagen ihren Mann stand.

Celina jedenfalls freut sich jedes Jahr auf den Berufsfeuerwehrtag und kommt mit den Jungs sehr gut aus. Sie formulierte gegenüber unserer Zeitung: "Zusammen sind wir wie eine große Familie."

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