EWA macht Schulen gesünder

EWA wird seit 1998 an Schulen durchgeführt und stand für den sorgsamen Umgang mit Ressourcen. Nun umfasst das Projekt auch Nachhaltigkeit und Gesundheit. Aktive Schulen wurden dieser Tage geehrt.

Seit 1998 gibt es das von der Umweltberatungsstelle des Saarpfalz-Kreises ins Leben gerufene EWA-Programm, das ursprünglich die Einsparungen von Energie, Wasser und Abfall zum Ziel hatte. Über die Jahre entstand daraus ein Projekt, das weit mehr ist als die Reduzierung der Ressourcen. Man ging mit der Zeit, und die Projektleiterin Eva Schwerdtfeger unterstützt die Schulen nunmehr bei der nachhaltigen Entwicklung eines gesunden und ökologischen Schulumfeldes, ohne allerdings das ursprüngliche Ziel aus den Augen zu verlieren.

Jedes Jahr sind ungefähr zehn Schulen aktiv, in denen die EWA-Teams, die aus Schülern, Lehrern, Schulleitern und Hausmeistern bestehen, Verbesserungsmöglichkeiten erarbeiten. 2015 kamen so mehr als 50 Projekte zusammen. Für diese Aktivitäten wurde der Kreis zwei Mal mit dem Titel "Schulträger 21" ausgezeichnet. Zehn Schulen erhielten die "Grüne Hausnummer", und das "EWA" selbst wurde 2014 von der Unesco als Maßnahme zur "Bildung für nachhaltige Entwicklung" geehrt.

Prämierungen gibt es in jedem Jahr auch für die teilnehmenden Schulen , deren Aktivitäten die verschiedensten Kriterien erfüllen müssen, damit sie am Ende mit einem Zertifikat und einem Scheck nach Hause gehen.

Dieser Tage war die Preisverleihung der im EWA-Projekt aktiven Schulen am Berufsbildungszentrum in St. Ingbert. Niemand geringerer als Umweltminister Reinhold Jost nahm die Auszeichnungen vor. Er begrüßte, dass sich die Schulen "von reinen Lern- zu Bildungsstätten entwickelt haben, die ökologisches und ganzheitliches Lernen ermöglichen, und mit denen sich die Schüler identifizieren".

Eva Schwerdtfeger, Projektleiterin beim Kreis, freute sich über die positive Resonanz von Schulen und Politik, die sie und ihre Mitstreiter motiviere, weiterzumachen. Sie bezeichnete alle am Programm Beteiligten als EWA-Familie, der es wichtig sei, die entwickelten Maßnahmen wie Handyrecycling, Dachbegrünung, gesunde Ernährung, Stromsparen und viele voranbringende Ideen mehr ins Schulleben zu integrieren. Mittlerweile gehöre die Messung mit der Klimakiste und die Nutzung erneuerbarer Energien zum Standard. Auch eine verbesserte Schulverpflegung und die Beschäftigung mit fairem Handel sei der Arbeit im Projekt zu verdanken. Auch das BBZ, in dessen Räumen die Veranstaltung stattfand, ist auf dem Weg zur FairTrade-Schule, deren Leitbild auch durch die Nachhaltigkeit geprägt ist. "Mich treibt das A wie Abfall aber noch um", bemängelte die Schulleiterin das gesteigerte Müllaufkommen, das man überall sehe. "Deshalb dürfen wir in unseren Bemühungen nicht nachlassen, weshalb ich EWA gut finde", so Mechthild Falk. Tue Gutes und sprich darüber, sei die Devise, und drei ausgezeichnete Schulen ergriffen die Gelegenheit und stellten ihre Ideen innerhalb des Projekts dem interessierten Publikum vor. "Wir sind stolz auf euch", lobte auch Landrat Theophil Gallo die Schüler entsprechend.

Die Galileo-Schule Bexbach hat in den vergangenen Jahren beim EWA-Wettbewerb immer einen ersten Preis errungen. Darauf verweist Schulleiterin Gaby Schwartz in einer Pressemitteilung. Schwartz: "Darauf sind wir sehr stolz, und das zeugt von großartigem Engagement, der seit vielen Jahren den Wettbewerb koordinierenden Lehrerin Daniela Brück und allen im Bereich der Ökologie tätigen Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler".

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Auf einen BlickDiese EWA-Projekt-Schulen wurden 2015 für ihr Engagement ausgezeichnet: Die Gemeinschaftsschulen Galileo Bexbach, Rohrbach, Gersheim, Limbach, das Leibniz-Gymnasium und das BBZ St. Ingbert, die Mandelbachtalschule, die Franz-Carle- und die Geschwister-Scholl-Schule sowie das Saarpfalz-Gymnasium in Homburg. Stolz ist die Galileo-Schule Bexbach, wie Leiterin Gaby Schwartz mitteilte, darauf, dass man in den vergangenen Jahren immer beim EWA-Wettbewerb einen ersten Preis errungen habe. Seit 1998 gibt es das EWA-Programm, das ursprünglich die Einsparung von Wasser, Energie und Abfall zum Ziel hatte. con