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Es wird in Kirkel Kaufkraft wegfallen

Es wird in Kirkel Kaufkraft wegfallen

Kirkel. Nachdem sich Bürgermeister Frank John (SPD) und der Kirkeler Orstvorsteher Hans-Peter Schmitt enttäuscht über den Wegzug des Praktiker-Firmensitzes geäußert haben, meldete sich auch Andreas Kondziela von der Kirkeler CDU-Fraktion zu Wort. Die Nachricht, dass Praktiker Kirkel verlässt, sei auch für ihn ein Schock gewesen

Kirkel. Nachdem sich Bürgermeister Frank John (SPD) und der Kirkeler Orstvorsteher Hans-Peter Schmitt enttäuscht über den Wegzug des Praktiker-Firmensitzes geäußert haben, meldete sich auch Andreas Kondziela von der Kirkeler CDU-Fraktion zu Wort. Die Nachricht, dass Praktiker Kirkel verlässt, sei auch für ihn ein Schock gewesen. "Normalerweise hört man so etwas nur in den Nachrichten und ist nicht betroffen. Doch hier kennt man viele, die in der Zentrale arbeiten und kaum die Möglichkeit haben, so einfach mal nach Hamburg umzuziehen", betonte Kondziela.Für die Gemeinde und für Kirkel-Neuhäusel sei dies eine Hiobsbotschaft. Außer den Arbeitsplätzen werde viel an Kaufkraft wegfallen, die in den Geschäften, der Gastronomie und bei der Hotellerie fehlen wird. "Das dürfte hier die gleichen Auswirkungen haben, wie wenn in Lebach oder Merzig die Bundeswehr-Kasernen geschlossen werden, nur dass wir keine finanzielle Unterstützung wie Konversionsmittel erhalten werden, " so Kondziela weiter. Aus Kirkeler Sicht sei es sehr schwer nachvollziehbar, dass ein Unternehmen kostengünstiger von Hamburg aus geleitet werden könne.

"Da müssen andere Gründe eine Rolle gespielt haben. Und das macht mich persönlich wütend, weil sonst immer so groß vom Einsparen gesprochen wird." Kondzeila hofft, "dass die Praktiker AG wenigstens den Standort Kirkel nicht komplett schließt, sondern noch die 200 Arbeitsplätze - wie angekündigt - verbleiben. Wobei ich persönlich da eher skeptisch bin." red