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Er spielte 58 Jahre die Kirchenorgel

Er spielte 58 Jahre die Kirchenorgel

Innerhalb einer kleinen Feierstunde im Pfarrzentrum der Auferstehungskirche in Reiskirchen wurde Hans Hofmann offiziell verabschiedet. Der langjährige Organist und Leiter des Kirchenchores bekam neben viel Dank und Lob auch eine eigens angefertigte Ikone.

Insgesamt 58 Jahre lang hat er die Orgel gespielt und 43 Jahre lang den Kirchenchor geleitet. In dieser Zeit hat Hans Hofmann mit seinem Instrument und seinem Chor entschieden dazu beigetragen, die Stimme zum Lob Gottes und zur Freude der Pfarrgemeinde zu erheben. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Pfarrzentrum der Auferstehungskirche in Reiskirchen wurde der langjährige Organist und Leiter des katholischen Kirchenchores St. Andreas von Pfarrer Pirmin Weber offiziell verabschiedet. Gleichzeitig konnte Hofmann an diesem Tag auch noch seinen 80. Geburtstag feiern.

Zur großen Freude des Jubilares hatten sich an seinem Ehrentag einige ehemalige Sängerinnen und Sänger des Kirchenchores St. Andreas zusammengefunden, welche ihm zu seiner Verabschiedung ein Ständchen brachten. Pfarrer Weber dankte dem 80-Jährigen für seinen Jahrzehnte langen Einsatz und sein Engagement im kirchenmusikalischen Bereich der Pfarrei.

Insgesamt 58 Jahre habe Hofmann sowohl in der Pfarrkirche St. Andreas als auch in der Auferstehungskirche in Reiskirchen die Orgel gespielt und zahlreiche Gottesdienste gestaltet. Darüber hinaus habe er ab 1968 insgesamt 43 Jahre lang den Kirchenchor geleitet und mit ihm viel zum kirchlichen und kulturellen Leben in der Gemeinde beigetragen.

Klassische und moderne Musik

Er habe mit 22 Jahren angefangen, Orgel zu spielen, erzählte Hans Hofmann, welcher eine Ausbildung am kirchenmusikalischen Institut in Blieskastel gemacht hatte.

"Es hat mir immer ganz viel Spaß gemacht, die chormusikalische Gestaltung der Eucharistiefeiern an Fest- und Feiertagen sowie sonstige liturgische und kirchliche Anlässe zu übernehmen", betonte Hofmann. Durch seine Art des Orgelspiels habe Hofmann "neuen Schwung in die Kirche gebracht", meinte Pfarrer Pirmin Weber. So habe er nicht nur klassische Kirchenmusik, sondern auch modernere Sachen gespielt und damit "eine kirchenmusikalische Basis geschaffen", fügte Weber hinzu.

Als Zeichen der Anerkennung überreichte er dem Jubilar eine eigens für ihn angefertigte Ikone, deren Hintergrund mit echtem Blattgold belegt ist. Die Ikone zeigt die heilige Cäcilia, die Kirchenmusik-Patronin. Das Hinterglasbild sei von Berthold Großauer in reiner Handarbeit nach eigenem Entwurf und alten Vorbildern in traditionell überlieferter Maltechnik mit liebevoller Feinarbeit handgemalt worden, erklärte Weber.

Die herzlichsten Glückwünsche und Gottes Segen für den verdienstvollen Organisten überbrachte Weber auch von Bischof Karl-Heinz Wiesemann aus Speyer und übergab dem sichtlich gerührten Jubilar neben dem neuen Gotteslob auch eine vom Bistum Speyer ausgestellte Urkunde. Im Anschluss an die Ehrung waren die Gäste noch zu einem Gläschen Sekt ins Pfarrzentrum eingeladen.