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Bundestagswahl: Endspurt für den Wahlsonntag

Bundestagswahl : Endspurt für den Wahlsonntag

Am Sonntag wird ein neuer Bundestag gewählt. Allein in Homburg, Bexbach und Kirkel sind mehr als 54 000 Menschen aufgerufen, ihre Stimmen abzugeben. Tausende haben das bereits per Briefwahl getan.

Eine knappe Woche bleibt noch, dann sind die Wählerinnen und Wähler an der Reihe: Sie dürfen am Sonntag, 24. September, entscheiden, wie sich der nächste Bundestag zusammensetzen wird. Etwa 31 510 Wahlberechtigte sind in Homburg dazu aufgerufen, ihre Stimme abgeben. Eine ganze Menge davon haben ihre Kreuzchen allerdings schon gemacht. Denn: Die Zahl der Briefwähler steigt. Am Dienstagvormittag wurden bereits über 6820 gezählt, teilte Stadtpressesprecher Jürgen Krut­hoff mit. Man steure, so wie es jetzt aussehe, auf über 7000 zu, sagte er. Das wären dann deutlich mehr als bei der Bundestagswahl 2013 mit 5424 Briefwählern in Homburg. Aktuell sei der Andrang riesig, allein am Montag seien 200 Menschen gekommen. Jede Menge los sei auch gleich am Anfang gewesen, als das Briefwahllokal im Rathaus geöffnet habe. Mehrere hundert Briefwähler habe man zu dem Zeitpunkt täglich verzeichnet. Vergangene Woche sei es dagegen recht ruhig gewesen mit 20 bis 30 Briefwählern pro Tag. Seine Briefwahlstimme kann man im Rathaus, Am Forum, noch bis Freitag, 18 Uhr, abgeben. Sechs Briefwahlbezirke gibt es in Homburg. Stand jetzt, so Kruthoff, müssten hier am Sonntag dann jeweils rund 1200 Stimmen ausgezählt werden, in der Vergangenheit kam man auf 800 bis 900 Stimmen pro Briefwahlbezirk. Dabei dürfe hier bereits am Sonntagnachmittag mit den Vorbereitungen begonnen werden, wie dem Öffnen der äußeren Umschläge. Wirklich ausgezählt wird aber erst nach 18 Uhr. Nähere Informationen bekommt man auch auf der Internetseite www.homburg.de

Wer nicht vorab wählt: Neben den sechs Briefwahlbezirken ist die Stadt Homburg in 30 allgemeine Wahlbezirke eingeteilt. In den Wahlbenachrichtigungen, die versandt wurden, sind der Wahlbezirk und der Wahlraum angegeben, in dem jeder zu wählen hat.

In Bexbach kennt Wolfgang Schmidt die aktuelle Zahl der Briefwähler; 2820 waren es am Dienstagmorgen. „Wir kommen locker über 3000“, kündigte er an. Schon jetzt sei man knapp an der Zahl der vergangenen Bundestagswahl dran: Hier entschieden sich um die 2900 für die Briefwahl. Und jetzt blieben ja auch noch einige Tage, um auf diesem Weg seine Stimme abzugeben. Briefwählen kann man in Bexbach direkt im Bürgerbüro. Es gibt vier Briefwahlbezirke und 17 Wahllokale, in denen man am Sonntag seine Stimme abgeben kann, aufgerufen sind in Bex­bach dazu um die 14 500 Wahlberechtigte.

In der Gemeinde Kirkel können um die 8225 Menschen wählen. Anfang der Woche haben dies bereits 1580 vorab per Briefwahl getan, informiert Dietmar Homberg vom Wahlamt. 1320 waren es insgesamt bei der Bundestagswahl 2013. Weil man den Trend zur Briefwahl bereits bei der Landtagswahl deutlich zu spüren bekam, habe man sich entschlossen, zwei Briefwahlbezirke einzurichten, einen für Altstadt und Limbach, einen weiteren für Kirkel-Neuhäusel. Das bringt vor allem Zeitvorteile bei der Auszählung am Wahltag. Rein räumlich macht das nicht viel aus: Beide Briefwahllokale sind im Ratssaal zu finden. Beantragen kann man die Briefwahl hier bis am Freitag, 18 Uhr. Für den Wahltag selbst gelten natürlich dieselben Formalitäten wie immer. Es gibt in der Gemeinde zehn Wahllokale, jeweils vier in Kirkel-Neuhäusel und Limbach, zwei in Altstadt.

Grundsätzlich hat man bei der Bundestagswahl zwei Stimmen. Mit der Zweitstimme entscheidet man über die Partei, die Erststimme gilt dem Wahlkreisabgeordneten.

Im Wahlkreis Homburg, zu dem neben dem Saarpfalz-Kreis auch Neunkirchen, Spiesen-Elversberg, Friedrichsthal, Quierschied, Sulzbach gehören, stehen sich diesmal die beiden „Spitzenkandidaten“ Markus Uhl (CDU ) und Esra Limbacher (SPD) gegenüber. Sie kämpfen um das Direktmandat nach Berlin. Bei der Bundestagswahl holte der CDU-Kandidat Alexander Funk den Wahlkreis mit 39,8 Prozent der Erststimmen. Es war ziemlich lange spannend damals am Wahlabend. Auch um kurz vor 20 Uhr zitterten die Christdemokraten noch um das Ergebnis der Erststimmen. Wenige Minuten später konnte sich Funk dann über den Sieg freuen. David Lindemann von der SPD lag am Ende mit 37,6 Prozent der Erststimmen hinter ihm.

Es war Funks zweite Amtszeit, vier Jahre zuvor hatte er den Wahlkreis der SPD-Kandidatin Astrid Klug nach jahrzehntelanger Dominanz der Sozialdemokraten abgejagt. Funk kandidiert bekanntlich nicht mehr für den Bundestag. Vielmehr sieht er seine Zukunft im saarländischen Landtag, in den der Christdemokrat am 26. März gewählt wurde. Es wird in dieser Hinsicht also auf jeden Fall eine neues Gesicht sein, das den Wahlkreis 299 im Bundestag vertritt.

In den nächsten Tagen steht nun für alle der Endspurt an: für die Politiker, aber auch für alle diejenigen, die organistorisch bei der Wahl mithelfen. Und dann gilt wie immer: Der politischen Worte sind genug gewechselt – jetzt ist der Wähler am Zug – im gesamten Wahlkreis Homburg waren es in der Vergangenheit knapp 200 000 Wahlberechtigte. Politiker aller Couleur haben versucht, diese Wählerinnen und Wähler auf ihre Seite zu ziehen. Wem das am besten gelungen ist, wird sich am Sonntag kurz nach 18 Uhr, nach den ersten Hochrechnungen zeigen.

Die Wahlllokale sind am Sonntag, 24. September, von 8 bis 18 Uhr geöffnet.