Endlich wieder eine Leistungsschau

Endlich wieder eine Leistungsschau

Homburg. "Wie kann es sein, und das war in der Vergangenheit eine Kritik an uns allen, dass jede Gemeinde im Umland eine Leistungsschau auf die Beine stellt, nur wir nicht?" Diese Frage konnte Homburgs Oberbürgermeister Karlheinz Schöner (CDU) gestern endgültig und ganz offiziell als rhetorisch abhaken, denn vom 28

Homburg. "Wie kann es sein, und das war in der Vergangenheit eine Kritik an uns allen, dass jede Gemeinde im Umland eine Leistungsschau auf die Beine stellt, nur wir nicht?" Diese Frage konnte Homburgs Oberbürgermeister Karlheinz Schöner (CDU) gestern endgültig und ganz offiziell als rhetorisch abhaken, denn vom 28. bis zum 30 September soll es sie wieder geben, die Homburger Leistungsschau - ab dann im Zwei-Jahres-Rhythmus. Damit lebt auf, was nach dem Jahr 2004 aufgrund der Tatsache, dass man schlichtweg, so Schöner gestern in einem Pressegespräch, keine geeigneten Ort gehabt hätte, eingeschlafen war. Dies hat sich in den zurückliegenden Monaten geändert, die energetisch und gleichzeitig multifunktional sanierte Baubetriebshof-Halle (BBH-Halle) am Erbacher Hochrech ist für die Stadt der geeignete Ort, um diese, aber auch andere Großveranstaltungen, in der Zukunft auf die Beine zu stellen (wir berichteten).Die Leistungsschau Ende September ist somit eine Premiere für die neue und multinutzbare BBH-Halle. Bockbierfest und Oldienight sollen ebenfalls dort ihr neues Zuhause finden. Gestern stellten Schöner und der für das Stadtmarketing verantwortliche ehrenamtliche Beigeordnete Axel Ulmcke, in Personalunion auch stellvertretender Vorsitzender des mitveranstaltenden Gewerbevereins Homburg, Details zum Einblick in Homburgs Wirtschaftskraft vor. Diese soll sich spiegeln im Auftritt von über 70 Ausstellern. Das erklärte Ziel, so die Stadt vorab in einer Pressemitteilung: "Die Leistungsschau soll als Imageträger fungieren und die Vielfalt und Wirtschaftskraft der Stadt zeigen."

Die Details zur Umsetzung dieser Absicht lieferten gestern Axel Ulmcke als zuständiger Beigeordneter sowie Anke Michalsky und Marion Scherer vom Homburger Stadtmarketing. So rechne man derzeit mit einem Erstetat von 100 000 Euro, "wir verbauen alleine 800 Meter Spanplatten", so Ulmcke zu den finanziellen und logistischen Vorleistungen der Premieren-Veranstaltung, "das Ganze ist wirklich sehr aufwändig". Geschultert wird die finanzielle Last via Miete der Aussteller und von Stadt und Gewerbeverein. Zusätzlich zum eigentlichen Ausstellerangebot soll ein als "Markt" genutzte Fläche in der Halle die Möglichkeit geben, "sich zu treffen". "Dort können die Leute sich unterhalten, dort wird man unterhalten. Eine solche Möglichkeit hat bei den Leistungsschauen in der Vergangenheit immer gefehlt." Das neue Platzangebot innerhalb der BBH-Halle gebe nun die Möglichkeit für ein solches Angebot, so Ulmcke.

Bei allen Vorteilen machte Ulmcke aber klar: Der neue Schauplatz bringe auch Einschränkungen mit sich. So gebe es keine Außenfläche. Und auch die zentrale Lage mitten in der Stadt sei nicht mehr gegeben, "das war früher ein deutlicher Vorteil. "Trotzdem", so der Beigeordnete, rechne er wie bei den historischen Vorgängern auch bei der "neuen" Leistungsschau an den drei Tagen mit insgesamt 6000 bis 8000 Besuchern. "Das Interesse an der Leistungsschau war überraschend groß, wir mussten leider auch einigen Ausstellern absagen." Mit Blick auf das Angebot war sich Ulmcke sicher, "einen guten Querschnitt" der Homburger Wirtschaftskraft bieten zu können.