Eine Taube für den Frieden

Homburg. Ein neuer Ort, ein anderer Wochentag. Der Umwelt- und Friedenstag brachte bei seiner 23. Auflage einige Änderungen mit sich. Nicht mehr am Forum, sondern mitten in der Homburger Innenstadt und nicht mehr am Sonntag, sondern am Samstag sollte den zahlreich erwarteten Besuchern ein Einblick in ganz unterschiedliche Aspekte der Leitthemen Umwelt und Frieden gegeben werden

Homburg. Ein neuer Ort, ein anderer Wochentag. Der Umwelt- und Friedenstag brachte bei seiner 23. Auflage einige Änderungen mit sich. Nicht mehr am Forum, sondern mitten in der Homburger Innenstadt und nicht mehr am Sonntag, sondern am Samstag sollte den zahlreich erwarteten Besuchern ein Einblick in ganz unterschiedliche Aspekte der Leitthemen Umwelt und Frieden gegeben werden. An Symbolen mangelte es dabei nicht. So präsentierten Landrat Clemens Lindemann, Umweltministerin Simone Peter, Homburgs OB Karlheinz Schöner und die Initiatorin des Aktionstages, Astrid Klug von der Bürgerinitiative Umwelt und Frieden, anlässlich der offiziellen Eröffnung am Samstag auf dem historischen Marktplatz eine Friedenstaube in Bronze, die derzeit, als Teil eines großen, weltumspannenden Projektes, ein Heim an der Bexbacher Gesamtschule gefunden hat. Mit 29 anderen metallenen Schwestern soll sie weltweit auf die 30 Menschenrechtsartikel der Vereinten Nationen aufmerksam machen. Auch ein Bild mit Symbolkraft, nur wenige Minuten später: Kindergartenkinder pflanzten unter den Augen der zahlreich erschienen meist politischen Prominenz Pflanzen in kleine Töpfe. Nur am Rande thematisiert wurde am Samstag der derzeit heftig und kontrovers diskutierte Atomkompromiss, verwunderlich, waren doch die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl und die Anti-Atomkraft-Bewegung mit die wesentlichen Triebfedern, um in den 1980er Jahren den Umwelt- und Friedenstag ins Leben zu rufen. Lediglich ein paar Transparente, so der Jusos, griffen die aktuelle Debatte auf. So blieb lautstarker Protest außen vor, stattdessen präsentierte sich der Umwelt- und Friedenstag als "Markt der Möglichkeiten", so Astrid Klug, als Fenster in eine Welt der Nachhaltigkeit im Einklang mit dem Prinzip des verantwortungsvollen Umgangs mit Ressourcen. Dass sich der Blickwinkel dabei von Bio-Fleisch-Schwenker über Hip-Hop-Vorführungen bis hin zur Unicef-Ausstellung "Kinder haben eine Stimme" weitete, gehört zu den Charakteristika des Umwelt- und Friedenstages. Schade nur, dass sich der Umzug und der neue Wochentag zumindest bis in den frühen Nachmittag in Sachen Besucherzahl kaum zu rechnen schien. Ohne Mühe und ohne die Gefahr, sich größeren Menschenmengen auszusetzen, konnte man sich über das komplette Aktionsgelände bewegen. Dies mochte gut sein für ein intensiveres Gespräch - aber ob die Aussteller am Ende mit der Resonanz zufrieden sein konnten, wird die Summe "unterm Strich" zeigen. Die Entscheidung zum Umzug wertete Landrat Clemens Lindemann indess als die richtige: "Eine solche Veranstaltung gehört in die Homburger Innenstadt." "Eine solche Veranstaltung gehört in die Innenstadt."Landrat Clemens Lindemann