Eine Heimat für den "Wanderer"

Homburg/Zweibrücken. Vier Säulen, eine Mantelform aus Edelstahl - so erscheint die Skulptur "Stanislaus, der Wanderer" an der Fasanerie in Zweibrücken rein äußerlich. Zum offiziellen Enthüllungsakt bei sonnigem Wetter hatten der Kulturverein "ZWHOM" sowie die Städte Zweibrücken und Homburg am vergangenen Freitagnachmittag geladen

Homburg/Zweibrücken. Vier Säulen, eine Mantelform aus Edelstahl - so erscheint die Skulptur "Stanislaus, der Wanderer" an der Fasanerie in Zweibrücken rein äußerlich. Zum offiziellen Enthüllungsakt bei sonnigem Wetter hatten der Kulturverein "ZWHOM" sowie die Städte Zweibrücken und Homburg am vergangenen Freitagnachmittag geladen. Und Interesse war vorhanden: Mehr als 100 Personen waren zu dem Ereignis mit Sektempfang auf der Hotelterrasse gekommen. Darunter der Zweibrücker Bürgermeister Heinz Heller, der Kulturbeauftragte der Stadt Homburg, Raimund Konrad, sowie reichlich Lokalprominenz aus Politik und Kultur. Und natürlich die Künstler selbst: Gernot Waldner (Foto: SZ), Formgeber des "Wanderers", als auch der Zweibrücker Schriftsteller Wolfgang Ohler (Foto: SZ/Privat), dessen Textzeilen in den Skulpturenfuß eingemeißelt wurden. Der SWR führte durch die Veranstaltung, die zwischendurch von den Klängen einer mittelalterlichen Drehleier untermalt wurde. Nach den Begrüßungsreden der Stadtoffiziellen, die mit der Aktion "ein neues Kapitel gut funktionierender Städtekooperation" eröffnet sahen, war es soweit: Eingekleidet in ein skurriles Kostüm aus Metallfragmenten, schlich sich eine junge Frau tänzerisch an und entfernte die verhüllenden Stoffe an der Skulptur. Im Anschluss daran boten die beiden Schöpfer dem Publikum ihre Interpretationen des Werks. "Das Leben von Stanilaus Leszczynski und die verschieden Seiten seiner Person gaben die Inspiration", erklärte Waldner und unterstrich seine Aussagen mit Bildern des alten Herzogs, der im 18. Jahrhundert in und um Zweibrücken wirkte. Ohlert ergänzte, der Stahl symbolisiere den Machtpolitiker Stanilaus, während der Text im Sockel für den Kunstmenschen stünde. "Das Gesamtkunstwerk entsteht aber durch die heutige Aktion und nicht nur durch diese Skulptur", so Waldner. ihi