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Eine Geschäftsführung für alle Stadtgesellschaften in Homburg?

Antrag der CDU Homburg wurde angenommen : Geschäftsführung für alle Gesellschaften?

Bei den stadteigenen Töchtern soll es nach Willen des Stadtrates Veränderungen geben.

Der Homburger Stadtrat hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, dass die Verwaltung eine Restrukturierung der Vielzahl an städtischen Gesellschaften erarbeitet. Das hatte die CDU-Fraktion in der jüngsten Sitzung beantragt. Die Verwaltung soll dabei mit dem Beteiligungsausschuss und dem Sonderausschuss Reorganisation der Verwaltung zusammenarbeiten. Am Ende stehen soll eine zentrale Buchhaltung der Gesellschaften und eine übergreifende Geschäftsführung.

CDU-Fraktionschef Stefan Mörsdorf erinnerte daran, dass die Stadt gleich an sieben Gesellschaften beteiligt sei. Das habe einmal gute Gründe gehabt, etwa organisatorische oder steuerliche. Doch man müsse regelmäßig prüfen, ob es sinnvoll sei, so viele Beteiligungen weiterzuführen. Und: Ließen sich Abläufe optimieren? Bürgermeister Michael Forster (CDU) erklärte, man arbeite schon daran, die im vergangenen Frühjahr gegründete Stabsstelle „Aufbau und Ablauforganisation der Verwaltung“ habe ihrerseits das Thema zentrale Buchhaltung in Angriff genommen.

Winfried Anslinger (Grüne) sei froh über den Antrag, es sei „wichtig, darüber mal wieder nachzudenken“. Ein Teil der Beteiligungen reiche in Zeiten der kammeralistischen Buchführung zurück, damals habe man so einiges besser zuordnen können. In der doppischen Haushaltsführung müsse man inzwischen hinterfragen, wie sinnvoll das noch sei und ob der Aufwand für mehrere GmbHs lohne. Auch habe man sich durch die GmbHs manche Intransparenz „eingekauft“. Wilfried Bohn (SPD) unterstützte die CDU-Initiative auch, wollte aber nicht vorgreifen, ob die Beteiligungen sinnvoll sind oder nicht.