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Eine "echte Institution" wird aufgewertet

Eine "echte Institution" wird aufgewertet

Bexbach. "Frühjahr und Blumen" - unter diesem Motto steht der erste "besondere Wochenmarkt" in Bexbach am Samstag, 31. März. Von acht bis 16 Uhr wollen die Markthändler und eine respektable Zahl privater Anbieter auf dem Aloys-Nesseler-Platz ihre Besuchern etwas Neues bieten

Bexbach. "Frühjahr und Blumen" - unter diesem Motto steht der erste "besondere Wochenmarkt" in Bexbach am Samstag, 31. März. Von acht bis 16 Uhr wollen die Markthändler und eine respektable Zahl privater Anbieter auf dem Aloys-Nesseler-Platz ihre Besuchern etwas Neues bieten. Dabei ist der Markt Ende März der Auftakt zu insgesamt vier solcher außergewöhnlichen Märkte, die im Wechsel der Jahreszeiten das eigentliche Marktgeschehen in der Bexbacher Innenstadt weiter aufwerten sollen. Hintergrund auch: Die sinkende Zahl der Marktbeschicker, die in Bexbach ihre Waren anbieten. "Wir haben dann überlegt, was wir tun können, um diesem Trend entgegenwirken zu können", erläutert Rainer Ruffing, Bexbachs zuständiger erster Beigeordneter, im Gespräch mit unserer Zeitung. "Wir wollen wieder mehr Marktstände, wollen ein breiteres Angebot. Damit sollen die Bexbacher einfach mehr vom Wochenmarkt profitieren."Zuerst habe man überlegt, so Ruffing, den Wochenmarkt hinsichtlich des Betriebs in private Investorenhände zu geben. Dagegen hätten sich aber vor allem die Marktbeschicker selbst ausgesprochen. "Das war in den Erfahrungswerten aus anderen Städten begründet, in denen der Wochenmarkt so betrieben wird", verdeutlichte Marktmeister Holger Jeserich. So hätte sich die Stadt dazu entschlossen, selbst Ideen zu entwickeln, "um den Wochenmarkt bunter und lebendiger zu machen", ergänzt Ruffing. Dabei hätten sich auch die Marktstandbetreiber selbst finanziell mit einer eigenen Werbekasse beteiligt, fünf Euro pro Markttag hätte jeder Beschicker freiwillig eingezahlt.

Nun also die Idee, vier Mal im Jahr den Wochenmarkt am Samstag zu einem besonderen zu machen. In regelmäßigen Sitzungen, an denen sowohl die Stadt als auch die Standbetreiber beteiligt waren, hätte man das neue Programm besprochen, "und die Markthändler haben klar signalisiert, dass sie da voll dahinter stehen", versicherte Jürgen Becker, in der Bexbacher Verwaltung zuständig für den Bereich Sicherheit und Ordnung und damit auch für das Marktwesen. So soll der Wochenmarkt, für Becker mit seiner 40-jährigen Geschichte "eine echte Institution" aufgewertet werden.

Für Rainer Ruffing ist dabei nicht nur entscheidend, die Umsätze und die Akzeptanz des Marktes bei den Beschickern zu steigern und neue zu gewinnen, sondern vor allem den Bexbachern auf dem Aloys-Nesseler-Platz einen lebendigen Stadtmittelpunkt zu geben. "Es geht auch um Kommunikation. Die Leute kaufen was, stehen zusammen, reden."

Aus der Idee formte Stefanie Breit, zuständige Sachbearbeiterin der Bexbacher Verwaltung, ein griffiges Konzept, auch unterstützt von den beiden Marktmeistern Holger Jeserich und Alfred Scherne sowie der Verwaltungsspitze. "Stefanie Breit war da sehr engagiert hinterher, um die Pläne umzusetzen", so Jürgen Becker.

Am Stand von Stefanie Mühlheim: Die Marktmeister Alfred Scherne und Holger Jeserich bei der Arbeit.

Die sehen also vor, den eigentlichen Wochenmarkt am jeweiligen Samstag durch ein erweitertes Angebot und unter einem bestimmten Motto aufwendiger zu gestalten - im März geht es um das Frühjahr und dazu passend natürlich um Blumen. Zu den eigentlichen Angeboten der Marktbeschicker kommen dann ein zusätzliches Angebot Bexbacher Gastronomen, zahlreiche private Anbieter werden Kunsthandwerkliches anbieten.