Ein stürmisches Konzert

Homburg. Einen musikalischen Sturm erlebten die Besucher beim Auftritt des Marinemusikkorps' Nordsee im Kulturzentrum Saalbau. Unter der Leitung des zweiten Musikoffiziers, Kapitänleutnant Tobias Terhardt, präsentierte sich das 55-köpfige Orchester als musikalischer Botschafter der Deutschen Bundesmarine und der Stadt Wilhelmshaven

Homburg. Einen musikalischen Sturm erlebten die Besucher beim Auftritt des Marinemusikkorps' Nordsee im Kulturzentrum Saalbau. Unter der Leitung des zweiten Musikoffiziers, Kapitänleutnant Tobias Terhardt, präsentierte sich das 55-köpfige Orchester als musikalischer Botschafter der Deutschen Bundesmarine und der Stadt Wilhelmshaven. Mit seinem unverwechselbaren, maritimen Charme und einer frischen Brise in Dur und Moll begeisterte das Marinemusikkorps die Zuhörer und ließ mit Märschen, Bigbandmusik, Medleys aus Musicals und Marineliedern sowie Filmmusik einen Hauch von Fernweh durch den Saalbau wehen. Veranstaltet wurde das Konzert vom Amt für Kultur und Tourismus der Kreisstadt Homburg in Zusammenarbeit mit der Marinekameradschaft Homburg. "Wir wollten das Orchester schon anlässlich unseres 50-jährigen Bestehens im Jahr 2006 haben, doch damals hat es nicht geklappt", erzählte Fritz Abel, seit 1988 Vorsitzender der 72 Mitglieder zählenden Homburger Marinekameradschaft. Umso froher sei man jetzt, das Marinemusikkorps Nordsee im Rahmen seines dreitägigen Gastspiels im Saarland präsentieren zu können, fügte Abel hinzu. Über 500 Karten habe man im Vorfeld verkauft, berichtete Abels Bruder Manfred. Positiv überrascht zeigte sich auch Beigeordneter Rüdiger Schneidewind über einen vollen Saalbau. Eröffnet wurde das Konzert, welches von Dirigent Tobias Terhardt zwischen allen Beiträgen anmoderiert wurde, mit einem der bedeutendsten Märsche, dem schwungvollen Castaldo-Marsch. Danach nahm das Orchester das Publikum mit der Marinella-Ouverture mit auf einen Spaziergang ans Meer. Weiter ging es mit "Pomp and circumstance", dem Marsch Nr. 4 aus dem dritten Akt von Shakespeares Othello. Hervorragend gelungen auch die musikalische Umsetzung der biblischen Legende der Arche Noah, einem Originalwerk für Blasorchester. Eine große Fantasie in vier Teilen, welche von "The Message", der Botschaft Gottes an Noah, eine Arche zu bauen, die Parade der Tiere in das sichere Boot bis hin zur großen Sintflut und schließlich in das Lied der Hoffnung einmündete. Mit dem Tuba Tiger-Rag begeisterte Oberbootsmann Burghard Tamm als Solist, bevor das Orchester mit Musik im Bigbandstil von Irving Berlin vor der Pause in den zweiten Teil des Konzertes überleitete. Hier durften sich die Zuhörer auf Glenn Millers unwiderstehliches "In the mood", "Murphys Gesetz" von Eugen Cicero sowie Medleys aus Musical und Filmmusik freuen. Zu hören waren unter anderem Ausschnitte aus "Tanz der Vampire" und "Findet Nemo". Abgerundet wurde das Konzert mit Shantyliedern sowie als Zugabe "Kameraden auf See". Der Erlös des Benefizkonzertes kommt der Schule am Webersberg - Staatliche Förderschule körperliche und motorische Entwicklung zugute.

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