„Ein rundum guter Auftritt“

Homburg · Fußball-Regionalligist FC Homburg bot am Samstag trotz der 1:3-Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach ein gutes Spiel. Nicht nur Torschütze Tim Stegerer fand: „Es war ein gelungener Pokalfight.“

 Grüner Rasen, grün gekleidete Kinder und im Hintergrund eine grün-weiße Choreografie der FCH-Fans gab es vor dem Spiel zu sehen. In hellgrün waren auch die Homburger Spieler, hier beim Abklatschen mit den Bundesliga-Profis aus Mönchengladbach. Foto: Markus Hagen

Grüner Rasen, grün gekleidete Kinder und im Hintergrund eine grün-weiße Choreografie der FCH-Fans gab es vor dem Spiel zu sehen. In hellgrün waren auch die Homburger Spieler, hier beim Abklatschen mit den Bundesliga-Profis aus Mönchengladbach. Foto: Markus Hagen

Foto: Markus Hagen
 Der Aufforderung dieser jungen Fans kam Gladbach-Star Patrick Herrmann doch gerne nach. Der Saarländer schrieb ihnen gern ein Autogramm. Foto: Andreas Schlichter

Der Aufforderung dieser jungen Fans kam Gladbach-Star Patrick Herrmann doch gerne nach. Der Saarländer schrieb ihnen gern ein Autogramm. Foto: Andreas Schlichter

Foto: Andreas Schlichter

Fußball ist ein Ergebnissport. Noten für einen gelungenen Auftritt werden nicht verteilt. Deshalb konnte sich der FC Homburg am Samstag auch nur bedingt über den ansprechenden Auftritt gegen den hohen Favoriten Borussia Mönchengladbach freuen. Dabei hatte sich der Regionalligist bei der 1:3-Heimniederlage in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen den Bundesligisten einigen Respekt verdient.

FCH-Trainer Jens Kiefer brachte die Gefühlslage der meisten Homburger auf den Punkt: "Das war ein rundum guter Auftritt. Ich nehme aus dem Spiel mit, dass die Mannschaft hervorragend gespielt hat. Ich ärgere mich nur darüber, wie die Gegentore gefallen sind. Das waren eigentlich keine Drucksituationen für uns."

Wie angekündigt schickte Kiefer seine Mannschaft in extrem defensiver Grundformation auf den Platz. Clement Halet rückte zusätzlich ins Abwehrzentrum und erweiterte die Vierer- zu einer Fünferkette. Dass der FCH trotzdem jede Gelegenheit zum Kontern suchte, hing nicht zuletzt am frühen Gegentor. André Hahn hatte in der achten Minute die erste echte Chance der Gäste eiskalt zur 1:0-Führung verwertet.

Vor 17 000 Zuschauern im ausverkauften Waldstadion zeigte Tim Stegerer in der 20. Minute seine Vollstrecker-Qualitäten, als er den Ball mit links per Vollspann zum 1:1 ins Tor drosch. "Der linke ist eigentlich mein schwächerer Fuß, aber einmal im Leben muss man ja Glück haben", sagte Stegerer. Nicht nur wegen seines Tores gab es vom Trainer höchstes Lob für den linken Mittelfeldspieler: "Besser als Stegerer heute kannst du diese Position nicht spielen."

In der Folge wurde der FCH immer mutiger, während dem Favoriten die Souveränität zunehmend verloren ging. "Der FCH war über Konter immer gefährlich", lobte auch Gäste-Trainer Lucien Favre . Nach 31 Minuten hätte Marc Gallego den Gastgeber sogar in Führung schießen können, schoss aber über den Kasten von Gäste-Torwart Yann Sommer.

Bitter war dann das Aus für Kai Hesse: Der FCH-Stürmer musste nach 39 Minuten mit einer Verletzung an der Achillessehne vom Platz. Ob Hesse länger ausfallen wird, wird sich erst nach der Untersuchung heute herausstellen. "Man hat heute gesehen, wie wichtig Hesse für unser Spiel ist. Er hat ein hervorragendes Spiel gemacht", lobte Kiefer den quirligen Stürmer, der bis zu seiner Auswechslung immer wieder für Unruhe in der gegnerischen Abwehr sorgte.

Für Hesse kam Angelo Vaccaro auf den Platz, der allerdings ziemlich blass blieb. Als alle dachten, es ginge mit dem 1:1 in die Kabinen, verpasste Branimir Hrgota mit seinem Treffer zum 2:1 für Gladbach in der Nachspielzeit der ersten Hälfte den Hoffnungen der Saarländer einen herben Dämpfer.

Den Schlusspunkt zum 3:1 setzte erneut Hrgota in der 51. Minute. Und so passte Stegerers Fazit am Ende gut: "Zufrieden kann man nicht sein, wenn man verliert. Aber es war ein gelungener Pokalfight."

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