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Ein rot-weißer Garten der Freundschaft

Ein rot-weißer Garten der Freundschaft

Homburg. Tulpen sollen künftig eine bestimmte Stelle des Homburger Stadtparks schmücken, aber nicht einfach irgendwelche, sondern Blüten in rot und weiß, die Farben der türkischen Flagge. Dahinter steckt eine Idee des Ortsvertrauensmann Markus Emser. Er will die Homburger Innenstadt zu stärken und gemeinsam mit engagierten Bürgern und Institutionen gestalten

Homburg. Tulpen sollen künftig eine bestimmte Stelle des Homburger Stadtparks schmücken, aber nicht einfach irgendwelche, sondern Blüten in rot und weiß, die Farben der türkischen Flagge. Dahinter steckt eine Idee des Ortsvertrauensmann Markus Emser. Er will die Homburger Innenstadt zu stärken und gemeinsam mit engagierten Bürgern und Institutionen gestalten. Und so hatte er im Austausch mit Vertretern türkischer Kulturvereine vorgeschlagen, verstärkt gemeinsame Projekte durchzuführen. "Aus den hierdurch entstehenden persönliche Begegnungen sollen dabei zum einen der innerstädtische und interkulturelle Dialog gefördert und zum anderen verstärkt Bewusstsein für die Besonderheiten und Perspektiven Homburgs geweckt werden", erläuterte Markus Emser.Als Auftakt dieser gemeinsamen Projektreihe für Homburg wurde nun im Stadtpark ein deutsch-türkischer Freundschaftsgarten in Form von Tulpenbändern angelegt. "Die Tulpe fasziniert und verbindet seit Jahrhunderten Morgenland und Abendland und ist somit das ideale Symbol für die geplante Projektreihe", so Klaus Friedrich, der diese Kultur übergreifenden Pflanzaktion initiiert und zusammen mit Emser und Altay Tsitak sowie Manfred Schmidt und Volker Willig von der Grünflächenabteilung der Stadt Homburg auf den Weg gebracht hat.

Rund um drei von Volker Willig und Klaus Friedrich ausgewählte Bäume soll so dank der Unterstützung durch die städtische Grünflächenabteilung im Frühjahr ein rot-weißes Blumenmeer den Stadtpark schmücken. Zugleich soll die entstehende Aktionsfläche einen Rahmen für weitere deutsch-türkische Veranstaltungen bieten. Aber jetzt wurde erst einmal gepflanzt: die ersten von rund 1300 Tulpen. Die restlichen werden Mitarbeiter der Homburger Grünflächenabteilung in den nächsten Wochen in die Erde bringen.

Die Tulpe gelte in der Türkei als "Nationalblume" sowie als Sinnbild für Leben und Fruchtbarkeit, hieß es von der Stadt zum Hintergrund der Aktion. Vom Hofe Sultan Sülemans des Prächtigen gelangte die in immer neuen Varianten gezüchtete und zudem als Sinnbild und Ornament beliebte Blume 1554 zunächst nach Wien. Vom Hof Kaiser Ferdinands I. aus verbreitete sie sich schließlich über ganz Europa und fand vor allem in Holland eine neue Heimat und eigene Formen. Heute ist sie in der ganzen Welt zu Hause. Während sie in der Türkei lale genannt wird und aufgrund ihrer Buchstabenbedeutung auch einen symbolisch-religiösen Charakter hat, erinnert ihr deutscher Name nach wie vor an ihr persisches Heimatland, wo einst eine ihrer Form ähnelnde, dulband genannte Kopfbedeckung getragen wurde. red