Ein richtungweisendes Spiel

Der FSV Jägersburg steckt trotz des 3:0-Sieges gegen Karbach mitten im Abstiegskampf. Ein Sieg morgen in Ludwigshafen käme da zur rechten Zeit.

Die Oberliga-Fußballer des FSV Jägersburg könnten an diesem Samstag durch einen Sieg beim Tabellenvorletzten FC Arminia Ludwigshafen einen weiteren riesigen Schritt in Richtung Ligaverbleib machen. Anstoß auf der Bezirkssportanlage in Ludwigshafen-Rheingönheim ist um 14.30 Uhr. Die Elf von Trainer Marco Emich kann nach dem überraschend deutlichen 3:0-Sieg am Mittwoch zu Hause im Nachholspiel gegen den Tabellensechsten FC Karbach mit breiter Brust anreisen. Am Mittwoch warfen die Saarländer vor 200 Zuschauern von der ersten Minute an ihre Zweikampfstärke und Laufbereitschaft in die Waagschale. Die Gäste versuchten es dagegen eher mit Kombinationsfußball, waren aber am gegnerischen Strafraum meist mit ihrem Latein am Ende. In der ersten Halbzeit waren auf beiden Seiten nur einige Distanzschüsse zu verzeichnen. Für die Gäste zielte Enrico Köppen in der 10. Minute aus 20 Metern links vorbei. Sein Mitspieler Thomas Klasen scheiterte 20 Minuten später mit einem 19-Meter-Schuss an FSV-Schlussmann Philip Luck. Für Jägersburg wollte Murat Adigüzel den Ball ins rechte Eck schlenzen, aber Karbachs Torhüter Florian Bauer parierte den Schuss (12.). Auch Frederic Ehrmann kam in der 43. Minute nicht an Bauer vorbei.

"In der ersten Halbzeit fehlte uns noch der letzte und entscheidende Pass. In der Defensive haben wir nicht viel zugelassen. In der zweiten Hälfte haben wir dann richtig gut angefangen", meinte Emich. So hatte Ehrmann bereits in der 49. Minute eine Großchance, schoss aber Bauer an. Ehrmann war es auch, der in der 51. Minute den Ball per Freistoß aus halblinker Position vor das Tor brachte - wo Julian Fricker per Kopf die Führung gelang. "Das 1:0 war in dieser Phase hochverdient", freute sich der FSV-Trainer.

Die Gäste antworteten mit wütenden Angriffen. Einmal musste Luck bei einem 20-Meter-Schuss von Köppen auf der Hut sein. "Ganz wichtig war das 2:0. Wir konnten in dieser Situation eine unserer größten Stärken ausspielen - das Konterspiel", freute sich Emich. Adigüzel hatte Tim Schäfer auf die Reise geschickt, der in der 75. Minute den Ball humorlos aus halblinker Position in das Netz knallte. Und nur drei Minuten später machte Ehrmann mit einer Direktabnahme im Anschluss an eine Ecke von Steven Simon endgültig alles klar (78.). Eine Minute zuvor sah Gästespieler Yannick Rinker aufgrund von wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte. Am Ende hätte die Heimelf bei weiteren Konterchancen das Ergebnis noch deutlicher gestalten können. "Wir haben jetzt am Samstag die Möglichkeit, Ludwigshafen weiter auf Distanz zu halten. Es ist für beide Mannschaften ein extrem wichtiges Spiel. Aber nach der Leistung gegen Karbach fahren wir gestärkt dorthin", betonte Emich.